Die Artenvielfalt auf der Erde birgt nach Ansicht von Wissenschaftlern noch immer ungeahnte Potenziale. So gebe es viele verschiedene Grasarten, aber nur zwanzig würden als Nahrungspflanzen genutzt, und sogar nur drei – Mais, Reis und Weizen – dominierten die menschliche Ernährung, sagte Clas Naumann vom Zoologischen Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig (Bonn) am Montag in Frankfurt.
Biodiversität bedeute nicht nur Artenvielfalt, sondern auch Vielfalt der einzelnen Individuen einer Art und Vielfalt der Öko-Systeme. Als Beispiel für die ständigen Veränderungen des Lebens auf der Erde nannte Naumann das Vordringen der Kastanien-Minimiermotte, die sich in weniger als 20 Jahren vom Himalaya über ganz Europa ausgebreitet habe.
Unter dem Titel “Leben ist Vielfalt” zeigen Wissenschaftler während einer Aktionswoche im Frankfurter Senckenberg-Museum Beispiele ihrer Arbeit aus unterschiedlichen Lebensräumen. In Ausstellungen, Vorträgen und im Gespräch mit Forschern werden bis kommenden Sonntag (2. Dezember) aktuelle Ergebnisse unter anderem in der Erforschung der Tiefsee, der Regenwälder und Savannen vorgestellt. Die Aktionswoche ist der Abschluss des “Jahres der Lebenswissenschaften”, das das Bundesforschungsministerium im Rahmen der Initiative “Wissenschaft im Dialog” ausgerufen hatte.
dpa





