Schnarchen kann nach Erkenntnissen von Bochumer Wissenschaftlern zu Herzkreislauf-Erkrankungen führen. “Uns ist es erstmals gelungen, einen Zusammenhang zwischen Schnarchen und Gefäßkrankheiten herzustellen”, erklärte der Pneumologe Hans-Werner Duchna am Dienstag in Bochum. Das gefährliche Schnarchen mit vorübergehendem Atemstillstand (Schlafapnoe) beeinträchtige die Zellen in den Aderwänden. Dadurch könnten sich die Gefäße nur auf 60 Prozent ihrer Maximalweite ausdehnen.
Schlafapnoe führt darüber hinaus bei den Patienten zu Müdigkeit und Konzentrationsstörungen: “So verursachen die Betroffenen sieben Mal so viele Verkehrsunfälle wie gesunde Menschen”, erläuterte der Pneumologe. Durch eine Schlafapnoe-Therapie könne die “gefährliche Schnarchnase” dauerhaft geheilt werden, sagte Duchna. Nach nur wenigen Wochen Behandlung, bei der den Patienten unter Überdruck Luft zugeführt wird, erhielten auch die Gefäße wieder ihre volle Elastizität zurück.
dpa





