Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen und eine verbreitetsten Todesursachen. Das neue Methode sei daher sehr interessant, sagt Peter Wust von der Berliner Charité gegenüber ddp. Die erzielten Ergebnisse seien jedoch noch vorläufig, gibt er zu bedenken. Ähnliche Verbesserungen erziele man zudem auch mit herkömmlichen Verfahren. Daher müsse erst noch gezeigt werden, dass die Behandlung Standardmethoden überlegen ist.
Eine neue Heilmethode für Brustkrebs, bei der eine Chemotherapie mit Wärmebehandlungen kombiniert wird, hat sich in ersten klinischen Versuchen als sehr erfolgreich erwiesen. Bei allen 21 Studienteilnehmerinnen hat der Krebs aufgehört zu wachsen, bei der Hälfte hat sich der Tumor verkleinert oder ist völlig verschwunden, berichtet Forschungsleiterin Kimberley Blackwell vom Duke Krebszentrum in Durham (USA) auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft für Krebstherapie.
Bei den Versuchen bekamen die Patientinnen ein zelltötendes Medikament verabreicht, das in winzige Fettkügelchen, sogenannte Liposomen, eingeschlossen ist. Außerdem wurde die befallene Brust in regelmäßigen Abständen mit Radiowellen erhitzt. Im erwärmten Tumorgewebe lösten sich die Fettkügelchen auf, so dass das Medikament gezielt die Krebszellen angreifen konnte, berichtet Blackwell.
ddp/bdw ? Florian Sander





