Menschen zu klonen könnte einfacher sein, als bisher angenommen. Durch eine genetische Besonderheit, die Menschen von den meisten Tieren unterscheidet, könnte die Erfolgsrate beim Klonen von Menschen besser ausfallen als etwa bei Schafen und Mäusen, schreiben Wissenschaftler der amerikanischen Duke-Universität im Fachmagazin “Human Molecular Genetics”.
Um ein einziges geklontes Tier zur Welt zu bringen, nehmen Forscher den Verlust von mehreren hundert Tieren in Kauf. Bis beispielsweise das geklonte Schaf “Dolly” geboren wurde, sind über 300 Schafe an Missbildungen gestorben. Geklonte Tiere entwickeln oft überdimensionierte Organe, missgebildete Lungen und Krebsgeschwüre.
Die Forscher um den Molekularbiologen Keith Killian von der Duke-Universität haben nun ein Gen untersucht, das übermäßiges Wachstum von Gewebe während der Entwicklung verhindert. Dieses Gen funktioniert bei den meisten Säugetieren nur eingeschränkt, weshalb es beim Klonen schnell zu den beobachteten Komplikationen kommt. Wie die Wissenschaftler nun aber nachweisen konnten, ist das Gen bei Menschen und Menschenaffen intakt. Beim Klonen von Menschen dürfte es daher weniger Komplikationen geben, folgern Killian und seine Kollegen.
Letzte Woche haben der italienische Frauenarzt Severino Antinori und der amerikanische Fruchtbarkeitsexperte Panayiotis Zavos ihre Pläne zum Klonen menschlicher Embryonen vorgestellt. Bereits im nächsten Jahr wollen sie den ersten geklonten Menschen in die Gebärmutter einer Frau einpflanzen.





