Ein Gen, das für die so genannte Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte (“Wolfsrachen”) verantwortlich ist, haben Wissenschaftler des Imperial College entdeckt: T-box-22. Im Rahmen einer Studie analysierten sie die genetischen Daten betroffener Familien aus den letzten 14 Jahren. Die Forscher hoffen jetzt, pränatale Behandlungsstrategien zur Verhinderung des Wolfsrachens entwickeln zu können.
Die Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte betrifft etwa eines von 1.500 Neugeborenen. Kinder, die mit einer Fehlbildung zur Welt kommen, haben häufig Schwierigkeiten beim Essen, Sprechen und Hören, zuweilen sind sie auch in ihrer psychischen Entwicklung beeinträchtigt. Zur Korrektur sind oft mehrere chirurgische Eingriffe in den ersten Lebensjahren notwendig, ebenso eine umfangreiche zusätzliche Rehabilitation. Trotz der Häufigkeit dieser Fehlbildung ist bislang wenig über ihre Ursachen bekannt. Der Grund: Die Erbkrankheit beruht auf einer Störung der komplexen, weitgehend unerforschten Balance zwischen Genen und Umwelteinflüssen.
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