Ein bislang unbekanntes Metallzentrum aus Nickel, Eisen und Schwefel haben Bayreuther Mikrobiologen bei der Untersuchung von Kristallstrukturen des Metalloenzyms Kohlenmonoxid-Dehydrogenase entdeckt. Das Enzym hatten sie aus Bakterien isoliert, die unter Luftabschluss leben.
An dem Katalysezentrum wird Kohlenmonoxid mit Wasser zu Kohlendioxid umgewandelt. In vielen anderen Proteinen sind solche Metallzentren aus vier Eisenatomen und vier Schwefelatomen aufgebaut und für den Elektronentransport verantwortlich. In Kohlenmonoxid-Dehydrogenase wird durch das Vorhandensein von Nickel und einem weiteren Schwefelatom ein Zentrum mit neuer Struktur und der Fähigkeit zur Oxidation von Kohlenmonoxid gebildet.
Dem Enzym kommt große Bedeutung im globalen Kohlenstoffkreislauf zu. Etwa zehn Prozent der von den Pflanzen produzierten Biomasse wird unter Beteiligung von Kohlenmonoxid-Dehydrogenase wieder in Kohlendioxid und Methangase umgewandelt.
pte





