Akupunktur, von vielen Ärzten als Scharlatanerie abgetan, hat eine nachweisbare Wirkung auf den Körper. Amerikanische Forscher konnten erstmals zeigen, dass sich das Gewebe um die Einstichstellen der Nadeln verändert. Dieser Effekt könnte für den therapeutischen Nutzen der Akupunktur verantwortlich sein, mutmaßen die Forscher im “Journal of Applied Physiology”.
Zahlreiche Studien haben bereits die Wirksamkeit von Akupunktur belegt. Noch war allerdings unklar, was genau die heilenden Prozesse auslöst. Viele Ärzte nahmen deshalb einen “Placebo-Effekt” an: Die chinesische Heilmethode sollte nur wirken, weil die behandelten Menschen fest daran glaubten.
Die Forscher um die Neurologin Helene Langevin von der Universität Vermont haben daher die Reaktion der Haut auf die Einstiche untersucht. Dabei fanden sie, dass vor allem das Drehen der Nadeln nach dem Einstich einen deutlichen Effekt hat: Das Gewebe band sich fester an die ultrafeinen Nadeln. Bis zu 170 Prozent mehr Energie mussten die Forscher anschließend aufwenden, um die Nadeln wieder zu entfernen. “Das Drehen hat eine messbare biomechanische Wirkung auf das Gewebe”, sagt Langevin. “Dieser Effekt ist besonders stark an den traditionellen Akupunktur-Punkten.”
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek





