Text: Peter Strack, Silke Kirchhoff; Fotos: Silke Kirchhoff
Für einen kurzen Augenblick lässt die Morgenröte den Fluss rot glühen. Zeit für die Ese Ejja, die Boote vorzubereiten, um fischen zu gehen. Fisch ist die Hauptnahrungsquelle indigener Völker am Río Beni und an weiteren Flüssen im bolivianischen Amazonas. Doch seit einigen Jahren hat sich der Fluss stark verändert. Das Wasser ist trüber geworden, es gibt weniger Fische und die sind mit giftigem Quecksilber kontaminiert. Eine Spurensuche vom Goldabbau an den östlichen Hängen des Andengebirges, vorbei an illegalen Schaufelbagger-Plattformen im Río Kaka, bis hin zu den Hauptbetroffenen: Den über 100 Kilometer Luftlinie entfernt lebenden indigenen Völkern am Río Beni, im Pilon-Lajas-Bi0sphärenreservat und im Madidi-Nationalpark.





