Der japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) hat sich seit seiner Einführung als Zierpflanze im 19. Jahrhundert in Europa schnell verbreitet. Die invasive Pflanze verdrängt zunehmend heimische Arten und verursacht hohe Schäden, etwa an Deichen und Gleisanlagen. Denn der Knöterich ist in der Lage, Teer- und Betonbeläge aufzubrechen. Alle Maßnahmen, die Ausbreitung der aggressiven Pflanze einzudämmen, waren bisher erfolglos. Weder Gift, Ausgraben der Wurzeln noch die Behandlung der Erde mit heißem Dampf konnte den Knöterich stoppen.
In Großbritannien soll jetzt erstmals in der EU ein natürlicher Fressfeind gegen den Schädling vorgehen: der ebenfalls nicht einheimische japanischen Blattfloh Aphalara itadori. Das Insekt nutzt den japanischen Staudenknöterich als Wirt: Die weiblichen Flöhe legen dort ihre Eier ab. Sind die Larven geschlüpft, saugen sie den Pflanzensaft aus und rauben dem Staudenknöterich damit seine Lebenskraft.
Doch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ist skeptisch: Er befürchtet, dass sich die Flöhe nicht auf den Staudenknöterich beschränken, sondern auch andere Pflanzen als Wirte nutzen und so gefährden.





