Eine Fledermaus mit Minisender auf dem Rücken hat Wissenschaftler im Chiemgau zu einer bisher unbekannten Population der seltenen Kleinen Hufeisennase geführt. Es handelt sich um eine der seltensten von 24 heimischen Fledermausarten, teilte das Bayerische Landesamt für Umweltschutz (LfU) mit. Als akut vom Aussterben bedrohte Art werde ihr Bestand in Bayern genauestens beobachtet.
Eine Hufeisennase, die man nachts in einer Höhle bei Aschau gefangen hatte, bekam einen Mini-Sender auf den Rücken “geschnallt” und wurde wieder freigelassen. So konnten die Wissenschaftler die Fledermaus bis zu ihrem Schlafplatz verfolgen. Zur großen Überraschung entdeckten sie bei der Kontrolle des Quartiers in einem alten Haus gleich zwei Dutzend Artgenossen der Kleinen Hufeisennase. Ihren Namen trägt die neun Gramm schwere Fledermaus auf Grund eines Nasenaufsatzes, der die Form eines Hufeisens bildet.
dpa





