Wenn Fledermäuse ihre Ultraschall-Rufe zur Orientierung ausstoßen, entwickeln sie enorme Lautstärken. Das haben Annemarie Surlykke von der Universität Süddänemark in Odense und Elisabeth K. V. Kalko von der Universität Ulm beobachtet. Die Wissenschaftlerinnen hatten in Panama die Rufe von elf verschiedenen Feldermaus-Arten aufgezeichnet und herausgefunden, dass alle Tiere lauter als 120 Dezibel waren. Je höher sie schrieen, desto größer war die Lautstärke, um die Schalldämpfung durch die Luft zu überwinden. Den Rekord hält die Bulldoggenfledermaus (Noctilio leporinus) mit 140 Dezibel. Zum Vergleich: Ein Hardrock-Konzert liegt bei rund 120, die menschliche Schmerzgrenze bei 125 Dezibel. Um ihr Gehör mussten die Forscherinnen bei ihrer Studie dennoch nicht fürchten: Die Frequenzen des Fledermaus-Gebrülls sind für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar.





