Allen Unkenrufen zum Trotz – die europäische Fischereipolitik hat offenbar Erfolge vorzuweisen. Nach der Analyse eines internationalen Teams von Fischereiexperten haben sich die Bestände im Nordostatlantik sowie in der Nord- und Ostsee in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. Die Forscher um Massimiliano Cardinale von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften in Lysekil hatten dort die 41 wichtigsten Fischbestände untersucht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass 44 Prozent der Bestände inzwischen nachhaltig bewirtschaftet werden. Im Jahr 2001 waren es nur 12 Prozent. Besonders gut erholt haben sich laut Studie der Dorsch in der östlichen Ostsee und die Scholle in der Nordsee. Grund für den positiven Trend sei vor allem, dass die langfristigen Management-Pläne der EU zur Befischung und Erholung der Bestände konsequent von den Fischereiministerien der Staaten umgesetzt worden seien. Mit dem Thema beschäftigt sich auch der Beitrag „Allianz für das Meer” ab S. 18.





