Studenten, die in feuchten Zimmern oder Wohnungen leben, müssen mit mindestens vier Erkältungen im Jahr rechnen. Dies stellten Forscher des finnischen Turku University Central Hospital fest. Der Aufenthalt in klammen Räumen erhöht zudem das Risiko, an Asthma, allergisch bedingtem Heuschnupfen oder der Hautkrankheit Neurodermitis zu erkranken.
Die Wissenschaftler hatten im Rahmen einer Studie über 10.500 Studenten zu ihrer Wohnsituation und über ihre Erkrankungen befragt. 15 Prozent der Hochschüler gaben an, in den letzten zwölf Monaten Wasserschäden, feuchte Stellen oder Schimmel in ihren Wohnräumen entdeckt zu haben. Im Gegensatz zu den übrigen Studenten litten sie wesentlich häufiger an Heuschnupfen und allergischen Hauterkrankungen.
Das Risiko an Asthma zu erkranken war bei ihnen doppelt so hoch. Viele hatte während der letzten zwölf Monate mindestens eine zehntägige Antibiotika-Behandlung benötigt. Studenten mit einer ererbten Veranlagung für Asthma und Allergien wiesen das größte Erkrankungsrisiko auf. Waren in den Räumen der Studenten aufgrund der Feuchte bereits Schimmelflecken sichtbar, so litten sie mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit viermal oder häufiger pro Jahr an einer Erkältung.
Andere Auslöser von Allergien und Erkältungskrankheiten, wie aktives und passives Rauchen, Ausdünstungen aus Teppichböden und Haustierhaltung wurden in der Untersuchung mit berücksichtigt.
Die Autoren der Studie vermuten, dass Schimmelpilze, die in feuchten Wohnungen gedeihen, zu der hohen Erkrankungsrate beitragen. Ihre Sporen sind als Auslöser von Allergien bekannt. Die Forscher wollen ihre Erkenntnisse in der kommenden Ausgabe des britischen Fachblatts “Thorax” veröffentlichen.
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Almut Bruschke-Reimer





