Fettgefressene Zugvögel fliegen effizienter als ihre dünnen Kameraden. Der “Preis”, den die Tiere für das Tragen großer Vorräte zahlen müssen, sei deswegen niedriger als bisher angenommen, berichten Wissenschaftler im britischen Fachblatt “Nature” (Bd. 413, S. 730).
Die Forscher um Anders Kvist von der Lund Universität in Schweden hatten die zur Familie der Schnepfenvögel gehörenden Knutts (Calidris canutus) in einem Windkanal fliegen lassen und die Veränderungen im Stoffwechsel gemessen. Sie stellten fest, dass die Tiere mit größeren Nahrungsvorräten zunächst eine höhere Stoffwechselleistung erbringen müssen, um ihr größeres Gewicht zu tragen. Gleichzeitig steigt aber die Effektivität, mit der sie diese Leistung in den Flugmuskeln umsetzen. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Tiere die Größe ihrer Flugmuskeln dem jeweiligen Körpergewicht anpassen. Ihnen zufolge könnten die Ergebnisse auch erklären, wie Zugvögel Flugstrecken von 4000 Kilometer und mehr ohne Unterbrechung zurücklegen.
dpa





