Erstmals ist der für Hunde lebensbedrohliche Fadenwurm Dirofilaria immitis in einheimischen Stechmücken nachgewiesen worden. Der auch als Hundeherzwurm bezeichnete Parasit wurde im baden-württembergischen Breisgau und brandenburgischen Havelland von Wissenschaftlern des Friedrich- Loeffler-Instituts (Riems) und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (Müncheberg) entdeckt. Der Wurm ist vor allem im Mittelmeerraum verbreitet. Er führt bei infizierten Hunden zu schweren Herz- und Lungenschäden.
Die Larven von D. immitis werden im Wirt geschlechtsreif und geben ihrerseits Larven in dessen Blut ab. Diese wiederum werden von Stechmücken beim Saugen aufgenommen und weiter übertragen. Für den Menschen stellt der Fadenwurm keine Gefahr dar, bei Hunden allerdings wandern die Tiere in die Lungenarterie und in die rechte Herzkammer.
Warum der Hundeherzwurm jetzt auch in Deutschland aufgetreten ist, können die Forscher nur vermuten. Mögliche Infektionsquellen sind Hunde, die aus dem Mittelmeerraum stammen, oder deren Besitzer dort Urlaub mit ihrem Hund gemacht haben.





