Heute spielt der einstige Patient Fußball
Das Paar im Zentrum des Artikels entscheidet sich allerdings nicht wie viele andere für eine Abtreibung, sondern für eine Behandlung bei Thomas Kohl vom Deutschen Zentrums für Fetalchirurgie und minimal-invasive Therapie (DZFT) am Universitätsklinikum Gießen-Marburg. Über seinen interessanten Werdegang berichtet Karberg mit persönlichen Einblicken.
Thomas Kohl operiert Föten gleichsam durchs “Schlüsselloch”: Ein Endoskop mit speziellen Instrumenten wird in den Körper eingeführt und die Operation mit Sicht auf einen Monitor durchgeführt. Bei der Behandlung von Spina bifida deckt der Chirurg mit einem Flicken aus Kollagenfasern die offene Stelle am Rücken des Fötus ab, damit das Fruchtwasser die Nervenzellen nicht schädigen kann. Der Eingriff ist zwar mit Risiken für den winzigen Patienten verbunden, aber DZFT kann bereits eine gewaltige Erfolgsrate vorweisen.
Auch beim Fallbeispiel des Artikels entwickelte sich die Geschichte glücklich: 2009 wurde Björn im Mutterleib operiert. Heute spielt der Siebenjährige begeistert Fußball. Sein Vater sagt: “Ich hätte nie geglaubt, dass er mal mit anderen Kindern über den Bolzplatz rennen kann.”
Ausführlich können sie diese Erfolgsgeschichte in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft nachlesen.





