Eine Möglichkeit, Pferdemist in Biogasanlagen zu nutzen, haben Hans Oechsner und Matthias Mönch-Tegeder von der Universität Hohenheim entwickelt. Sie hatten errechnet, dass die rund 550 000 Pferde in Deutschland jährlich etwa 4,5 Millionen Tonnen Mist produzieren. Könnte man diese Menge zur Energiegewinnung nutzen, ließen sich 400 Millionen Liter Heizöl im Jahr sparen. Das Problem: Pferdeäpfel enthalten so viel Stroh, dass sie in der Biogasanlage auf der übrigen Biomasse schwimmen. Sie verbinden sich nicht mit ihr und werden kaum zersetzt. Die Forscher hatten daher die Idee, den Mist mit einem sogenannten Querstromzerspaner vorzubehandeln. Er wird normalerweise bei der Abfallverwertung eingesetzt und ist im Prinzip ein großer Küchenmixer. „Nach dem Mixen des Mists”, erklärt Mönch-Tegeder, „haben wir sozusagen mundgerechte Stückchen für die Mikroorganismen in der Biogasanlage, die sich gut mit dem übrigen Gärsubstrat verbinden.”





