Nach erfolgreicher Behandlung der Krebserkrankung tauten die Forscher das Gewebe auf und pflanzten es der Patientin unter die Haut. Bereits nach drei Monaten begann das Eierstockgewebe, neues Östrogen zu produzieren. Auch reiften mehrere Eizellen in Eifollikeln heran, die von den Wissenschaftlern entnommen und im Reagenzglas befruchtet wurden. Eine der befruchteten Eizellen bildete einen normal entwickelten Embryo, der in die Gebärmutter der Patientin implantiert werden konnte.
Obwohl die Verpflanzung des Embryos nicht zu einer Schwangerschaft führte, bewerten die Forscher den Versuch als Erfolg. Bis sich diese Technik auch im klinischen Alltag anwenden lasse, sei es allerdings noch ein weiter Weg. So sei es bislang beispielsweise noch nicht klar, ob die Qualität und die Lebensfähigkeit der Eizellen während der Aufbewahrung leide, schreiben die Wissenschaftler. Außerdem könne die Gefahr eines erneuten Ausbruchs der Krebserkrankung nicht ganz ausgeschlossen werden, da das Eierstockgewebe möglicherweise unbemerkt ebenfalls von Krebs im Frühstadium befallen sein könnte.





