Tägliche Medikamenteneinnahme empfinden viele Patienten als lästig oder vergessen sie schlicht. Zwei Arbeitsgruppen untersuchten nun die wöchentliche Einnahme einer entsprechend hoch dosierten Pille bei Osteoprorose. Die Ergebnisse belegen: Die Wirkung ist vergleichbar. Wie Wissenschaftler der Mayo Clinic auf dem jährlichen Meeting der Endocrine Society berichten, soll so die Toleranz gegenüber der Tabletteneinnahme gesteigert werden.
Sinkt die Knochendichte, hauptsächlich eine Erkrankung im Alter, laufen die Betroffenen Gefahr, sich schwerwiegende Knochenbrüche zuzuziehen, etwa nur langsam heilende Hüftfrakturen. Besonders Frauen nach den Wechseljahren sind von der Osteoporose betroffen, allein in Amerika mehr als 28 Millionen Menschen. Im Alter von 90 Jahren leiden ein Drittel der Frauen und 20 Prozent der Männer unter dem Knochenschwund.
In einer zweijährigen Studie haben Henry Bone und seine Kollegen von der Michigan Bone and Mineral Clinic die Wirksamkeit einer wöchentlichen Einnahme des Osteoporose-Medikaments Alendronate getestet. Die Dosis war entsprechend sieben mal so hoch wie in den zur täglichen Einnahme bestimmten Pillen. Sie untersuchten über 1.200 Patienten und konnten belegen, dass die wöchentliche Dosierung genauso effektiv ist wie die tägliche.
“Es ist eine schöne Alternative für den Patienten,” sagte Sunil Wimalawansa, der ebenfalls eine Untersuchung auf diesem Gebiet leitete. Er untersuchte in einer vierjährigen Studie die Wirksamkeit einer wöchentlichen Dosierung bei 180 Patienten. Beide Teams hoffen, so die Toleranz gegenüber der Tabletteneinnahme steigern zu können.
Dr. Dagmar Knopf





