Text: Gerd Schild
Endloser Sandstrand, grüne Wiesen, sanfte Hügel: Das Dorf Fairbourne ist ein malerischer Ort zwischen dem Snowdonia National Park und der Irischen See. Doch das kleine walisische Küstendorf soll es bald nicht mehr geben – es gilt als das erste Dorf in Großbritannien, das dem Klimawandel zum Opfer fallen wird. Die Kosten für die Instandhaltung des Hochwasserschutzes in dem Ort, in dem der Fluss Mawddach ins Meer mündet, wären dann „höher als der wirtschaftliche Nutzen“. Spätestens in knapp 30 Jahren beginnt demnach der staatlich angeordnete Prozess der Umsiedlung. Der Plan: Alle Häuser, Straßen, Geschäfte und Infrastrukturen werden abgerissen, aus dem Dorf soll wieder Marschland werden. Einen Plan, die Menschen finanziell zu entschädigen, gibt es bislang nicht.





