Moderater Alkoholkonsum reduziert das Risiko für Alzheimer und andere Demenzerkrankungen im Alter um rund vierzig Prozent. Das zeigt eine Studie niederländischer Forscher, über die das Fachmagazin “Lancet” (Ausg.359, Nr. 9303) berichtet.
Die Wissenschaftler um Monique Breteler von der Erasmus-Universität in Rotterdam hatten rund 8.000 Menschen ab 55 Jahren medizinisch untersucht und sie nach ihrem Lebensstil und ihren Trinkgewohnheiten gefragt. Sechs Jahre später hatten knapp zweihundert von ihnen eine Demenzerkrankung entwickelt. Versuchspersonen, die täglich ein bis drei alkoholische Drinks zu sich nahmen, hatten dabei ein um 42 Prozent geringeres Risiko. Die Art des Getränks spielte keine Rolle.
Die Mediziner führen das Ergebnis auf die positive Wirkung des Alkohols auf die Blutgefäße und somit auch auf die Durchblutung des Gehirns zurück. Zudem habe Alkohol möglicherweise einen direkten günstigen Einfluss auf die biochemischen Prozesse im Gehirn.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





