In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universitäten Edinburg, Cardiff und Oxford in Großbritannien untersuchte Biegler die Erinnerungen von Kohlmeisen und einer anderen Meisenart. Kohlmeisen sammeln und horten ihre Nahrung und haben im Vergleich zu der anderen Meisenart, die ihre Nahrung nicht bunkert, einen großen Hippocampus. Das Ziel der Forscher war es herauszufinden, welcher Aspekt bei der Gedächtnisbildung von einem erweiterten Hippocampus profitiert.
Dabei kamen sie zu folgendem Ergebnis: Beide Vogelarten erinnern sich gleich gut an eine Anzahl von Gegenständen. Ebenso halten beide zwei unterschiedliche Standorte auseinander. Die Kohlmeisen konnten sich jedoch an unterschiedliche Dinge deutlich länger erinnern. Die Vögel mit dem größeren Hippocampus scheinen ein dauerhafteres Gedächtnis zu haben, unterscheiden sich aber sonst in keinem anderen wichtigem Parameter von der andern Meisenart. Dies würde auch Sinn machen, da die Kohlmeisen ihre Nahrungsquellen nicht so oft aufsuchen und ihre Erinnerung nicht dauernd auffrischen können.
Jedoch gibt Biegler zu, dass diese Studie nicht viel mit der über die Taxifahrer gemein hat: “Ich glaube aber, dass die Vorteile, die die Taxifahrer durch einen größeren Hippocampus hatten, andere waren, als die der Kohlmeisen gegenüber den anderen Meisen.





