Eine amerikanische Studie hat gezeigt, dass bei junge Frauen zurückhaltender Alkoholgenuss für einen normalen Blutdruck besser ist als Abstinenz. Wer hingegen regelmäßig höhere Alkoholmengen zu sich nimmt, hat ein erhebliches Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken. Dies wird in der Zeitschrift “Archives of Internal Medicine” vom 11. März berichtet.
Die Studie wurde an mehr als 70 000 Frauen durchgeführt, die zwischen 25 und 42 Jahre alt waren. Alle Teilnehmerinnen hatten zu Beginn der Studie 1989 keine zu hohen Blutdruck-Werte. Bei Untersuchungen acht Jahre nach der Erstuntersuchung ergab sich folgendes Bild: Etwa zwei bis drei Drinks pro Woche waren einem normalen Blutdruck dienlich. Frauen, die diese Alkoholmenge zu sich nahmen, hatten ein 15 Prozent niedrigeres Risiko, eine Hypertonie zu entwickeln, als völlig abstinente Frauen. Bei Probandinnen, die mehr als 10 bis 12 Drinks pro Woche leerten, war die Bluthochdruck-Wahrscheinlichkeit dagegen um 30 Prozent erhöht.
Ravi Thadhani vom Massachusetts General Hospital, der die Untersuchung leitete, konnte keinen Unterschied zwischen den Alkoholarten ausmachen: tranken die Frauen regelmäßig größere Mengen Alkohol, steigerte sich das Bluthochdruck-Risiko gleichermaßen. Unabhängig davon, ob sie Wein, Bier oder Spirituosen konsumierten.
Der Wissenschaftler macht deutlich, welche Gefahren mit zu hohem Blutdruck verbunden sind: Herzinfarkt, Hirnschlag und Nierenkrankheiten können die Folge sein. “Unser nächstes Ziel wird sein, zu erforschen, ob Alkoholkonsum bei Frauen unterschiedlicher Rassen verschiedene Auswirkungen hat. Außerdem wollen wir herausfinden, ob Frauen einen bereits vorhandenen Bluthochdruck möglicherweise durch Änderung ihrer Trinkgewohnheiten wieder normalisieren können.”
Dr. Sebastian Messerschmid





