Er war ein furchterregender Räuber, der vor 98 bis 66 Millionen Jahren durch die Meere zog: der Mosasaurier. Bis zu 17 Meter lang und mit messerscharfen Zähnen ausgestattet, gehörte die Echse damals zu den gefährlichsten Meeresbewohnern (siehe bild der wissenschaft, 12/2012, „Die ersten Herrscher der Meere” ). Doch wie bewegten sich die Mosasaurier im Wasser fort? Die Forscher dachten bisher, dass die Tiere einen mit bis zu 100 Wirbeln bestückten Schwanz mit einem spitzen Ende besaßen – eine bei Schuppenkriechtieren weit verbreitete Form. Mit diesem Schwanz hätten die Mosasaurier nur kurze Sprints einlegen und nicht schnell und ausdauernd schwimmen können. Dazu waren sie aber sehr wohl in der Lage, sagt jetzt ein internationales Forscherteam um Johan Lindgren von der schwedischen Universität Lund. Die Paläontologen hatten in Jordanien das außergewöhnlich gut erhaltene Fossil eines jungen Mosasauriers geborgen, an dem sogar noch die Umrisse der Flossen zu erkennen waren. Aufwendige Rekonstruktionen zeigten, dass der Mosasaurier eine richtige Schwanzflosse hatte, die oben kurz und unten lang war – wie es auch bei manchen Haien der Fall ist. Daraus schließt Lindgren, dass die Tiere sich ähnlich wie Haie fortbewegten und damit bei der Jagd flexibler agieren konnten als bisher angenommen.





