In der oft gelobten Großfamilie mit drei Generationen unter einem Dach wachsen Kinder sehr junger Mütter nicht unbedingt besser auf, sagen Forscher der Universität Maryland. Solche Kinder zeigen nicht weniger Verhaltensprobleme als andere Vorschulkinder, schreiben Maureen M. Black und ihre Kollegen im Fachmagazin “Pediatrics” (Nr. 109, S. 573).
Die Wissenschaftler hatten in ihrer Studie die Lebenssituation von knapp 200 jungen Müttern und die Verhaltensprobleme ihrer Kinder untersucht. “Großmütter sind häufig eine wichtige Unterstützung für junge Mütter, solange die Kinder noch sehr klein sind”, erläutert Black die Ergebnisse. Doch eine solche Konstellation könne auch zu ständigen Konflikten und damit zu Stress bei Müttern und bei Großmüttern führen. Eine Drei-Generationen-Familie sei daher nicht immer die bessere Lösung, sagt die Forscherin. Wenn sich junge Mütter reif genug für ein selbstständiges Leben fühlten, könnten sie es meist auch führen, ohne ihren Kindern dabei zu schaden.
ddp/bdw ? Ulrich Dewald





