MAGDEBURG ? Dirigenten können aus einem Tonsalat einen Falschton auch rechts und links von ihrem Kopf genau lokalisieren. Normalbürger und auch Profimusiker scheiterten, berichten Forscher um Thomas Münte von der Universität Magdeburg im Fachmagazin “Nature” vom 1. Februar.
Das zeigten auch Messungen der Hirnströme. Stellten die Forscher drei Boxen vor die Nasen der Studienteilnehmer, sahen die Hirnstromkurven bei allen verschieden aus, je nachdem welcher Lautsprecher den Falschton abgab. Standen die Boxen aber auf einer Seite des Kopfes, waren die Kurven für Falschtöne aus verschiedenen Boxen nicht zu unterscheiden. Nur bei den Dirigenten ließ sich weiterhin an den Kurven ablesen, welcher Lautsprecher sich im Ton vergriff. Das zeige, dass intensives Training die neuronale Struktur im Gehirn verändere, schreiben die Forscher.
Marcel Falk




