In diesem Jahr haben Maikäfer bislang bundesweit weniger Schäden angerichtet als im Vorjahreszeitraum. Gleichwohl steige der Befall in acht von 16 Bundesländern langfristig gesehen an, sagte Kerstin Jung von der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) in Darmstadt. “Maikäfer kommen in Schüben von drei bis vier Jahren”, ergänzt ihr Kollege Gisbert Zimmermann. “Dieses Jahr ist der große Maikäfersturm in vielen Regionen ausgeblieben.”
Besonders betroffen sind laut Zimmermann jedoch die Region Kraichgau und der Großraum Bruchsal (beide Baden-Württemberg) sowie die Gegend um Lampertheim (Hessen). “Wir rechnen für dieses Jahr aber nicht mehr mit weiteren Maikäferflügen”, so Zimmermann. “Die Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung sollten daher bald abgeschlossen werden.”
“Die Maikäfer schlüpfen im Frühjahr aus ihren Erdlöchern und fliegen dann rund sechs Wochen durch die Lüfte”, erklärte Georg Meinert, Leiter der Landesanstalt für Pflanzenschutz in Stuttgart. “Dieses Jahr ist der erste Maikäfer um den 20. April in Baden- Württemberg gesichtet worden.” Dies sei relativ spät im Vergleich zu anderen Jahren. Grund seien die anhaltend kalten Temperaturen und der viele Regen zu Beginn des Jahres gewesen.
Für das Jahr 2002 erwarten die Pflanzenschützer vor allem im süddeutschen Raum wieder verstärkte Maikäferflüge. Die Bekämpfung der Maikäfer liegt im Aufgabenbereich der Bundesländer. Sie sind nicht verpflichtet, die Daten an die BBA zu melden. Daher ist es laut Zimmermann durchaus möglich, dass die BBA nicht alle Maikäfervorkommen kennt.
dpa





