Beispiel 1:
Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Dennis Meadows , Ökonom und Erfinder der “Grenzen des Wachstums”.
Frage: Was erwarten Sie von den Klimaverhandlungen in Doha?
Meadows: Nichts. Nach Kopenhagen habe ich aufgehört, solche Klimaveranstaltungen zu verfolgen. Es ist im Grunde eine Farce. Die Leute sind seriös, aber in dem Prozess kommt nichts Sinnvolles heraus. Ich denke, inzwischen hält das niemand mehr für eine seriöse Sache. Es ist eine Zeremonie, mehr nicht.
Beispiel 2:
Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und ranghöchster Deutscher im Weltklimarat IPCC. Zitat nachzulesen auf NTV.de
Auf Klimagipfeln wird nicht über Kompromisse verhandelt, sondern über Formulierungen aus der Abschlusserklärung
Beispiel 3:
Interview von Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag mit Mojib Latif, Klimaforscher am Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung an Universität Kiel. (Das Interview lässt sich hier nachlesen.)
Frage: Sie haben Klimaschutzgipfel in früheren Äußerungen als “erwiesenermaßen ungeeignetes Instrument beschrieben, um Lösungen zu entwickeln”. Heißt das, dass Sie von der laufenden Konferenz in Doha rein gar nichts erwarten?
Latif: Das kann man so sagen. Wir stecken bei den internationalen Verhandlungen in einer Sackgasse. Das ist jetzt die 18. Veranstaltung ihrer Art seit 20 Jahren. Seitdem ist der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid um über 30 Prozent gestiegen. Insofern klaffen Anspruch und Wirklichkeit ziemlich weit auseinander. Ich habe mir deshalb überlegt, was man stattdessen tun sollte: Wir müssen Erfolgsmodelle entwickeln. Die können kleiner oder auch großer Art sein, wichtig ist vor allem, dass sie die Chancen einer Kehrtwende in den Vordergrund stellen und uns von einer Verzichtsdebatte wegbringen. Denn nichts anderes sind Klimakonferenzen.






