Text: Kurt de Swaaf
Nachts hört man sie am besten. Wer selbst ganz leise ist, sich auf einen liegenden Baumstamm setzt und aufmerksam in den dunklen Wald hineinlauscht, wird wahrscheinlich schon bald dieses unverkennbare Rascheln vernehmen. Mäuse im Laubstreu. Die Nager sind in Mitteleuropa praktisch allgegenwärtig und spielen deshalb wichtige ökologische Rollen. Zu den häufigsten Nagern gehören die sogenannten Waldmäuse der Gattung Apodemus, die in Wäldern aber vor allem durch die Gelbhalsmaus (Apodemus flavicolis) vertreten sind. Bei Eulen, Füchsen und Mardern stehen die kleinen Vierbeiner ganz weit oben auf dem Speisezettel, doch auch sie selber üben durch ihre Ernährungsgewohnheiten einen gehörigen Einfluss aus. „Gelbhalsmäuse sind Samenspezialisten“, erklärt der Biologe Rafał Zwolak von der polnischen Universität Poznan. Die Tierchen fressen am liebsten Bucheckern, Haselnüsse und Eicheln – energiereiches Kraftfutter eben.





