Düfte steuern menschliche Emotionen
Wer beispielsweise als Kind in den Ferien stets zur Oma durfte, die täglich frisches Brot gebacken hat, kann den Geruch von frischem Brot mit einer positiven Assoziation belegen. Wer hingegen in denselben Ferien regelmäßig Sauerkraut einstampfen musste, der wird sich an den essigscharfen Geruch vielleicht nur ungern erinnern – vor allem dann, wenn Sauerkraut nicht auf der Liste der Leibspeisen stand.
Im Vergleich zu anderen Lebewesen, wie beispielsweise dem Hund, hat der Mensch deutlich weniger Riechzellen. Allerdings sind diese schon recht früh aktiv. Ab der 28. Schwangerschaftswoche kann das Baby im Bauch der Mutter Geschmacksnuancen erkennen. Auch wenn Menschen nicht an die 1000 Rezeptoren herankommen, die sie zu Superspürnasen machen wie ihre tierischen Begleiter, so ist der Geruchssinn eines Menschen doch deutlich leistungsfähiger als angenommen.
Das Dufterlebnis nimmt meist denselben Weg durch den menschlichen Körper. Trifft der Geruch von Rosen auf den Rezeptor, der einzig und allein auf Rosenduft gepolt ist, trifft ein elektrischer Impuls im sogenannten Riechhirn auf. Einmal im Gehirn angekommen, wird dieser Impuls weitergereicht an das limbische System, den Gefühlspart des Gehirns, und an das Gedächtnis. Details dieses Weges sowie die Wirkkraft von Düften im medizinischen Bereich, sind Teil dieses Fachbeitrags.
Die Welt der Düfte beim ersten Date
In aller Regel weiß niemand Bescheid über die Duftrezeptoren seines Gegenübers. Wie also kann das passende Parfum gewählt werden, das dann Sympathie erzeugt? Oder wie kann im Vorfeld bereits eruiert werden, ob der Duft des verwendeten Haarpflegeprodukts ein wohliges Gefühl beim Gegenüber auslöst? Grundsätzlich gilt: Kein Parfum hat eine derart betörende Wirkung, dass es das Date dazu bringt, sich direkt zu verlieben. Aber ein Duft, der nicht ankommt, kann schnell für Ablehnung sorgen – und diese Ablehnung wird bleiben. Bei der Wahl des Parfums gilt deswegen: Der verströmte Duft sollte die Persönlichkeit unterstreichen und ihr schmeicheln.
Der Sportler legt einen frischen Duft auf, der dezent Leichtigkeit verströmt. Abstrakte Gerüche, die an Orient und Fernost erinnern, wären hier die falsche Wahl.
Romantiker setzen auf blumige Düfte. Schwere Parfums unterstreichen den Typ nicht besonders gut.
Bodysprays und Parfums mit möglichst wenig Alkohol zählen zu den klassischen Sommerdüften. Winterdüfte hingegen sind oft würziger und erinnern vielleicht sogar ein wenig an die Weihnachtsbäckerei. Vanille, Zimt und Gerüche dieser Coleur passen zu einem Date auf dem Weihnachtsmarkt.





