EIN ÜBERAUS TOLLER KERL
Die Aufgabenstellung fordert zum Vergleichen auf, um die intelligenteste Tierspezies zu benennen. Seit Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Verhaltensforschung, so dass mir eine spontane Entscheidung ziemlich schwer fällt, insbesondere zwischen Elefanten, Delfinen, Rabenvögeln und Schimpansen. Da gibt es zu viele Experimente und Feldbeobachtungen sowie kluge Veröffentlichungen zu Gehirnforschung, Gedächtnisleistung etc. Wie also entscheiden? Ein Schlüsselerlebnis war für mich vor einigen Jahren die Lektüre des Buchs von Cheney/Seyfahrth Wie Affen die Welt sehen Das Denken einer anderen Art, und zwar deswegen, weil hier sehr ausführlich und überaus kritisch die 15-jährigen Freilandbeobachtungen Grüner Meerkatzen bzgl. Planungsverfahren der Feldexperimente, Protokollier- und Auswertungsverfahren diskutiert wurden. Seit dem halte ich mich mit Bewertungen sehr zurück. Niko Tinbergen bemerkte bereits 1951: Man sollte keine identischen experimentellen Verfahren anwenden, um zwei Spezies zu vergleichen, weil sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dasselbe für sie bedeuten! Unter anderem aus diesen Gründen ziehe ich es vor, etwa die Intelligenz der Elefanten gleichgewichtig neben die der Delfine und Schimpansen etc. zu stellen. Wenn ich mich aber entscheiden muss, dann bleibe ich bei der anthropozentrischen Perspektive. Nach Aristoteles ist der Mensch ein zoon politikon, ein Gemeinschaftswesen. Vor einigen Jahren hörte ich von der provozierenden These, in Wahrheit habe nicht der Mensch den Hund domestiziert, sondern umgekehrt, der Hund den Menschen. Der Hund hat sich am weitesten von seiner Urform Wolf in die Menschengemeinschaft integriert. Sein Artbestand ist nicht gefährdet, er profitiert ungemein. Er ist somit der Intelligenteste! Zugegeben, die Entscheidung ist auch sehr subjektiv geprägt: Wir hatten mehr als 20 Jahre Hunde in der Wohnung, zuletzt 16 Jahre lang einen überaus tollen Kerl, einen französischen Laufjagdhund der sehr alten Rasse Basset Griffon Vendéen (siehe Foto). Dagegen hatten wir weder Elefanten noch Schimpansen, Delfine, Graupapageien, Rabenvögel oder Katzen. Bleibt mit weitem Abstand der Hund! Hans-Dieter Regn, Köln MEIN HUND SCHAUT TV Eigentlich war mir schon immer klar, dass mein Hund meine Worte/ meine Sätze auch ohne Gesten genau versteht und die Eigenschaften, die in dem Beitrag “Genie mit Schnauze” beschrieben werden, kann ich nur rundum bestätigen. Wir beide (mein Hund und ich) verstehen uns prächtig. Und wenn ich möchte, dass mein Hund etwas nicht mitbekommen soll, so rede ich Englisch (das versteht er nämlich nachweislich nicht). Mein Hund schaut liebend gerne Fernsehen und selbst die Tagesschau verfolgt er mit größter Aufmerksamkeit. Er erkennt im Fernsehen andere Tiere und Menschen und wundert sich, wenn zum Beispiel das Wolfsrudel bei seinem Nachschauen hinter dem Fernsehgerät verschwunden ist (bzw. ist völlig stolz darauf, diese erfolgreich verbellt zu haben). Aber Hunde wurden eindeutig vom Menschen geprägt (was ihre Leistungen nicht schmälert). Ich werde daher mein Votum, welches der vorgestellten Tiere am intelligentesten ist, dem Delfin geben. Delfine wurden nicht nach dem Gusto des Menschen gezüchtet, und der Lebensraum dieses hoch intelligenten sozialen Tieres ist durch den Menschen hochgradig gefährdet. Delfine haben Selbstbewusstsein. Dies hat mein Hund nicht. Letzterer glaubt, er sei ein Mensch! Sigrid Brühl, Gießen ER SIEHT SO LIEB AUS Meine persönlich schönste Zeit meines Privatlebens war die mit Hund. Wir (mein verstorbener Ehemann und ich) hatten einen Schäferhund. Wir haben wunderbare Geschichten mit ihm erlebt. Wenn er mit einem großen Knochen im Maul im Wohnzimmer stand und versuchte, den Marmorboden aufzukratzen, damit der Knochen für hungrige Momente zur Verfügung stand. Oder er mir an meinem Geburtstag morgens einen Besuch im Schlafzimmer abstattete und mir sagen wollte: Ich muss dringend raus. Ich verstand nichts, und er servierte mir einen großen Haufen als Geburtstagsgeschenk. Die Nachbarschaft wusste, dass unser Hund (aus dem Tierheim geholt) gefährlich war. Trotzdem streichelte der 10-jährige Nachbarssohn unseren Astor; Folge: Der Hund packte zu (es war nicht schlimm). Auf meine Frage, warum der junge Mann den Hund streichelte, kam die Antwort: Ich konnte nicht anders. Er sieht so lieb aus und hat mich so herzlich angeschaut. Unser Hund war vier Jahre alt, als wir ihn aus dem Hundeheim holten. Trotzdem habe ich noch versucht, ihn zu erziehen. Er musste auf den Hundeplatz, obwohl mir alle sagten, das ist aussichtslos. Der Hund schaute sich das zwei Mal an. Beim dritten Besuch ging er nach zehn Minuten pinkeln und setzte sich dann demonstrativ neben das Auto. Es fehlte nur die Bemerkung: Ich will nicht, und das ist vergebene Liebesmüh! Erika Müller-Querl, Wiesbaden MIT HUMOR UND EMPATHIE In der bdw-Ausgabe Dezember 2010 fordern Sie Ihre Leser dazu auf, Ihnen ihre Erlebnisse mit schlauen / intelligenten Tieren mitzuteilen. Humor wie auch Empathie müssen zweifelsfrei als Zeichen hoher Intelligenz gewertet werden. Insofern hat unsere Katzendame Julchen ein erhebliches Maß an Intelligenz aufgewiesen: Als sie noch sehr klein war (gut ¼ Jahr alt), zeigte sie eines Tages eine Verhaltensweise, die man meines Erachtens nur mit Humor bezeichnen kann: Ich saß am Kopfende des Tisches unserer Sitzgarnitur, sie hockte auf der Rückenlehne unseres Sofas und zog mit präzisem Blick zu mir die messerscharfen Krallen ihrer Vorderpfötchen senkrecht über die Tapete. Ich sagte mit fester Stimme: Nein, Julchen!. Sie, den Blick weiterhin auf mich gerichtet sie wusste genau, dass sie etwas Verbotenes tat , hob ihre Pfötchen aufs Neue, um ihre Krallen über die Tapete zu ziehen, woraufhin ich aufstand, um sie daran zu hindern. Das veranlasste Julchen dazu, wie eine Wahnsinnige, direkt hysterisch unter den Tisch zu rasen (jeder Beobachter dieser Szene hätte mich für eine absolute Tierquälerin halten müssen, vor der sie panische Angst hatte), weshalb ich mich wieder hinsetzte. Und sofort, ohne jegliche Verzögerung, kam Julchen unter dem Tisch hervor auf meinen Schoß gehüpft und schnurrte intensiv, als wollte sie sagen: Nicht aufregen, war doch alles bloß ein Riesenspaß!. Für mich steht fest, dass dieses Verhalten ein klarer Beweis für Humor bei einem Tier ist. Unser Julchen lebte mit seinem Brüderchen bei uns, und beide Katzen liebten sich heiß und innig. Natürlich verschlangen sie ihre Mahlzeiten gleichzeitig. Das Brüderchen starb nach schwerer Krankheit vor Julchen, und in den letzten Monaten seines Lebens hatte er Mühe, noch zu fressen. Die täglichen vier Mahlzeiten, die er erhielt, um seinen Magen nicht durch zu große Portionen zu überdehnen, erstreckten sich jeweils über 20 bis 40 Minuten, in denen wir versuchten, ihn zum Fressen zu bewegen. Und während dieser Zeit saß Julchen, nachdem sie selbst schnell fertig gefuttert hatte, jedes einzelne Mal ganz ruhig neben ihm und wartete geduldig ab, bis die Prozedur wieder einmal überstanden war. Nach seinem Tod futterte sie in gewohnter Geschwindigkeit und verließ die Küche (den Futterort) sofort, kaum dass sie fertig war, unabhängig davon, ob das Frauchen noch zurückblieb oder nicht. Das heißt klipp und klar, dass Julchen nur geblieben war, um dem kranken Brüderchen Gesellschaft zu leisten, nicht etwa, um bei den Menschen zu bleiben. Dieses nenne ich Empathie. Barbara Illgen, Tönisvorst TÄUSCHER UND TRICKSER Ich stimme für den Delphin, da mich das strategische Verhaltensmuster und die lebenslange Spiel- und Experimentierfreudigkeit dieser Tiere am meisten beeindruckt. Das schreibe ich, obwohl mich unsere Katzen immer wieder durch strategische Verhaltensweisen verblüfft haben. Ich habe so manche Katze als hervorragende Täuscher und Trickser kennen gelernt. Sei es, dass ich eine beobachtet habe, wie sie anscheinend uninteressiert an einer Taube vorbei spazierte, um dann ganz unvermittelt eine Attacke zu starten, der die Taube nur um Federbreite entgehen konnte, oder sei es, dass eine andere vorgibt, nach draußen zu wollen, nur um in dem Moment zum Futternapf abzudrehen, in dem man aufsteht, in der Gewissheit, dass man sich für Bettelei um Futter nicht erhoben hätte. Es fasziniert mich auch immer wieder, dass Katzen sobald sie etwas tun wollen, das ihnen untersagt wurde oder von dem sie annehmen, dass es nicht auf Wohlwollen stößt abwarten, bis man abgelenkt ist oder das Zimmer verlässt, um erst dann ihr Vorhaben auszuführen. Dr. Franz Peter Schmitz, Lüneburg IHR PLATZ AUF DEM AQUARIUM Wir haben uns vor einiger Zeit ein großes Eckaquarium gekauft. Es dauerte nicht lange, bis unsere Katze Molly sich die Aquarium-Abdeckung als Schlafplatz ausgesucht hat, da dieser durch die Leuchtstoffröhren schön erwärmt wird. Nun hatten wir einmal eine Vase mit Blumen auf das Aquarium gestellt. Es dauerte nicht lange, bis Molly auf ihren angestammten Platz sprang und vor der Vase stand. Als ich sie anblickte, erkannte ich, das sie vorhatte, die Vase vom Aquarium zu schubsen, da sie langsam begann, mit der Pfote an die Vase zu stupsen und sie Richtung Rand zu treiben. Also beeilte ich mich, sicherte die Vase und setzte Molly aus den Raum. Dasselbe Spiel passierte kurz darauf. Wir hatten wieder eine Vase aufs Aquarium gestellt. Als Molly auf Aquarium sprang, setzte sie sich wieder neben die Vase und fing an, mit der Pfote zu stupsen mit dem Unterschied, dass sie diesmal, sobald sie merkte, das ich ihr Verhalten wahrgenommen hatte, die Vase ganz schnell und mit voller Kraft vom Aquarium stieß, so dass ich keine Chance hatte, sie aufzuhalten und die Vase zu retten. Sie hatte zwar Ihren Platz von der Vase befreit, aber genützt hat es ihr nicht, da sie nun aus nachvollziehbaren Gründen wieder den Raum verlassen musste. Fakt ist aber, dass sie sich mein Verhalten vom ersten Mal gemerkt hatte und somit meine Reaktion voraussah. Rene Höntzsch, Mügeln MIT DER GRILLZANGE AUF DER LAUER In einer Ferienwohnung in Italien wurde uns zweimal über Nacht der frisch gekaufte Schinken aus dem Kühlschrank entwendet. Meine Frau behauptete. dass nur ich das gewesen sein konnte. Ich legte mich also nachts, bewaffnet mit der Grillzange, auf die Lauer. Nach längerer Zeit kam eine Katze durch die offene Balkontür, sprang gezielt im Bereich des Magnetverschlusses gegen die Kühlschranktür, die daraufhin aufsprang. Dann nahm die Katze fein säuberlich den Schinken aus dem Kühlschrank, (und jetzt kommt das Stärkste!) legte den Schinken ab und verschloss dezent den Kühlschrank! Anschließend rettete ich mittels der Grillzange den Schinken für uns. Die Katze kam danach nicht mehr, und ich hatte fast ein schlechtes Gewissen. Matthias Weber, Cochem AUSGEPRÄGTER EGOMANE Das schlaueste Tier ist meiner Meinung nach der Delfin. Es ist eine Einschätzung, die auf dem beruht, was ich bisher über diese Tiere gelesen habe, die ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit unter Artgenossen und ihr Sozialverhalten, auch dem Menschen gegenüber, finde ich besonders beeindruckend. Wir selbst leben mit einer Katze, die sich als ausgeprägter Egomane mit dem Selbstverständnis mein Haus, mein Garten, mein Personal in unserem Leben ausgebreitet hat. Trotzdem halte ich viele ihrer Verhaltensweisen instinktgesteuert. Auf jeden Fall würde ich aber eine Katze in Bezug auf Überlebensfähigkeiten intelligenter und kompetenter als Hunde einschätzen. Barbara Simon-Lerch, Laupheim ERLEBNISSE MIT ELEFANTEN Ich möchte Ihnen gerne von meinen Erfahrungen berichten, die ich mit Elefanten gemacht habe. Vorab eine kleine Szene aus dem Hamburger Tierpark: Dort konnten wir beobachten, wie zwei Youngster ihr Spiel wohl zu intensiv betrieben hatten. Es hat nicht lange gedauert, bis die Mama oder eine Tante kam. Dieses Tier ist von hinten zwischen die beiden Kampfhähne gegangen, hat zuerst das kleinere von den beiden sanft zur Seite geschubst und das Größere mit wohldosierter Elefantenkraft auf die andere Seite gedrückt. Anschließend war Ruhe. Offenbar funktioniert so Erziehung auf Elefantisch. Vor einiger Zeit haben wir Urlaub in Thailand gemacht. Dort kamen wir ganz nahe an die Tiere heran. Bei einer ersten kleineren Show hat auf unsere Bitte hin der Mahout ein Tier veranlasst, sich hinzuknien. Ich durfte mich dann auf den Oberschenkel setzten. Es war ein tolles Gefühl. Ein anderes Mal hatten wir Kontakt zu einer ganzen Herde. Als erstes haben wir die Tiere beim Baden in einem kleinen Fluss mit ihren Mahouts beobachtet. Als die Elefanten dann aus dem Wasser kamen, konnten wir uns frei zwischen den Tieren bewegen. Wir konnten dort mit Bast zusammengebundene Bündel von Bananen und Zuckerrohr kaufen. Solange man diese Bündel bei sich hatte, war auch ständig ein Rüssel daneben. Es war für die Elefanten kein Problem, eine Frau mit dem Rüssel hochzuheben. Für mich war es ein sehr schönes Gefühl, von einem so starkem Tier gehalten, in der Luft zu schweben. Das Geld, das der Mahout dafür bekam, wurde dem Elefanten in den Rüssel gesteckt. Er hat es dann an den Chef weitergereicht. Die Show wurde von einem Elefanten gestartet, indem er zuerst die Glocke geläutet und dann die Fahne gehisst hat. Anschließend begann der Einmarsch der Stars. Als erstes kamen zwei große Tiere nebeneinander, die auf ihren Rüsseln ein Willkommensschild trugen. Der Rest der Herde kam der Größe nach sortiert hinterher, immer Schwanz des Vordermanns um den Rüssel des Hintermanns gewickelt. Ein köstliches Bild. Ein Mahout hat sich zuerst auf den Bauch auf die Erde gelegt und ein Elefant hat einen Fuß darauf gestellt. Anschließend hat er sich auf den Rücken gedreht und wieder hat der Elefant seinen Fuß darauf gestellt. Ein einmaliger Vertrauensbeweis. Zwei Elefanten haben auf ein vorbereitetes Gestell nacheinander vier Baumstämme gestapelt. Das geschah in großer Ruhe, und man hatte nicht den Eindruck, dass sie sich dabei besonders angestrengt haben. Der Höhepunkt war, glaube ich, als wir die Elefanten beim Malen beobachtet haben. Als wir das erste Mal davon hörten, dachten wir, es würde wohl ein Kleinkindergekrakel dabei herauskommen. Aber das war ein ganz großer Irrtum. Die Elefanten haben richtig schöne Bilder gemalt, die wir uns auch in einer kleinen Ausstellung angesehen haben. Zum Beispiel hat ein Tier einen sitzenden Elefanten gemalt, ein anderes einen schönen Strauch mit Blüten. Zuletzt haben wir noch eine kleine Rundreise auf den Elefanten gemacht. Zu diesem Zweck haben wir uns noch einmal Bananen und Zuckerrohr gekauft. Als der Mahout einmal den Elefanten verließ, war dessen Rüssel sofort hinten, und wir mussten ihm seine Verpflegung geben. Ich habe den Elefanten bewundert, mit welcher Ruhe er über unterschiedliches Gelände, bergauf, bergab und durch einen Fluss gelaufen ist. Christiane Gentzsch DEN TIEREN UNSERE STIMME LEIHEN Mit großem Interesse habe ich in der Ausgabe 12/2010 ihr Titelthema über die schlauesten Tiere gelesen. Es ist längst bewiesen, dass Tiere fähig sind, echte Denkprozesse zu leisten, dass sie Gefühle empfinden können und soziale Netzwerke ausbilden. Vieles wurde nichtmenschlichen Lebewesen in der Vergangenheit abgesprochen, umso erfreulicher ist es, dass sich nun auch mit den Bewusstseinsebenen von Tieren beschäftigt wird. Hier stellt sich für mich jedoch die Frage nach dem nächsten konsequenten Schritt: Tiere können denken, fühlen, teilweise kombinieren und was sie zweifelsohne können ist leiden und Schmerzen empfinden – wo also liegt die Legitimation für die Ausbeutung des Menschen gegenüber (fast) aller Tiergruppen? Früher wurden Menschen mit anderer Hautfarbe versklavt, bis anerkannt wurde, dass diese ebenso gleichberechtigte Wesen sind der Rassismus wurde bekämpft. Frauen hatten bis vor noch nicht allzu langer Zeit kein Wahlrecht, weil sie als minderwertig galten – heute wird der Sexismus bekämpft. Jetzt erkennen wir, was Tiere leisten können, wie sehr sie uns doch ähneln und dennoch geben wir ihnen keine Rechte, wir quälen und mästen sie, um sie am Ende dieses Leidensweges zu töten. Wann wird begonnen, dass auch der Spezieismus bekämpft wird? Sie schildern in Ihrem Artikel von der Fähigkeit von Tieren zu trauern. Wieso können wir dann mitleidslos Artgenossen, Geschwister und Kinder von Tieren töten bzw. töten lassen? Wieso unterstützen wir dies durch Fleischkonsum? Rechtfertigt unser Wunsch nach einem kurzfristigen Geschmackserlebnis, was wir Tieren antun? Dass Delfine qualvoll in Schleppnetzen verenden? Der Haustiermarkt boomt wie nie zuvor, jeder erkennt in seinem “kleinen Liebling” eine eigene Persönlichkeit doch sollten wir diese den Schafen, Schweinen, Rindern, Hühnern und anderen Schlachttieren absprechen? Die wichtigste Frage ist, wann beginnen wir, dies anzuerkennen und Tieren unsere Stimme zu geben – denn sie werden nie eine Demonstration machen, eine Revolution durchführen, sich organisiert gegen uns erheben oder ähnliches? Nicole Leonhardt, Dudenhofen Mehr Leserzuschriften finden Sie in bild der wissenschaft 3/2010 auf S. 30: Schimpanse schlägt Delfin.





