Mythos: Kernenergie ist eine Brücke in eine CO2-freie Zukunft.
Die Fakten:
Eine Laufzeitverlängerung bringt keine Zugewinne für den Klimaschutz, denn es werden nicht mehr CO2-Emissionen eingespart als im EU-Emissionshandel vereinbart.
Die Kernenergie hat global gesehen einen geringen Anteil an der Energieversorgung. Dementsprechend ist ihr Potenzial zur CO2-Minderung sehr niedrig. Ja weit schlimmer: sollten sich Schwellen- und Entwicklungsländer Deutschland zum Vorbild nehmen, würde dies weltweit einen massiven Ausbau der Kernenergie bedeuten.
Kernkraft ist nur für die Energieversorger billig, weil die Erzeugungskosten niedrig sind. Die Verbraucher zahlen Strompreise, die sich nach dem Börsenpreis richten.
Mythos: die erneuerbaren Energien machen den Strom teuer
Die Fakten:
Die erneuerbaren Energien werden zwar heute noch finanziell gefördert, sie sparen aber auch Milliarden für Importe fossiler Energieträger wie Erdöl und Erdgas.
Der Betrag, den die Verbraucher für die Förderung der erneuerbaren Energien über das EEG zahlen, macht nur einen minimalen Anteil am Strompreis aus.
Fossile Brennstoffe sind in den vergangenen Jahren auf dem Weltmarkt tendenziell immer teurer geworden, was für die Verbraucher steigende Strom- und Gaspreise bedeutete.
Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland: Die Entscheidung der Bundesregierung “ist schlecht für den Klimaschutz, schlecht für die Energiewende und schlecht für die demokratische Kultur unseres Landes. Diese Vereinbarung blockiert den Ausbau der erneuerbaren Energien und behindert den Wettbewerb. Gut ist die Laufzeitverlängerung allein für die vier großen Energieversorger, die die Bundesregierung am Nasenring durch die politische Arena gezogen haben.”





