In weniger als zehn Jahren könnten einige Arten der Menschenaffen ausgestorben sein. Davor warnt Klaus Töpfer, Vorsitzender des United Nations Environment Programme (Unep) in Washington DC. Nun hat die Unep ein Programm gestartet, um das Überleben der Menschenaffen zu sichern.
Die Uhr für die Menschenaffen steht eine Minute vor zwölf, sagte Töpfer bei der Verabschiedung des Projekts Grasp zur Rettung der Menschenaffen. Das lokale Aussterben von gewissen Arten geschehe sehr schnell und ihr Verschwinden würde ein tiefes Loch in das Ökosystem unseres Planeten reißen. Nur durch eine globale Zusammenarbeit könne gegen diese Katastrophe angekämpft werden. Das Projekt werde mehr als eine Million Dollar kosten. Die Menschheit sei aber verpflichtet, diese erstaunlichen Geschöpfe zu schützen, deren Erbgut zum Teil zu 98,7% mit dem von uns Menschen übereinstimmt.
Das Projekt wird in den Gebieten von Afrika und Südostasien gestartet, wo die Gorillas, Schimpansen, Bonobos (Zwergschimpansen) und Orang-Utans beheimatet sind. Die Hauptbedrohung für diese Affen sind Krieg, Jagd und der Verlust ihres Lebensraums. Wie Ian Redmond von Ape Alliance sagte, sind allein im vergangenen Jahr Tausende von Menschenaffen getötet oder aus ihren Revieren vertrieben worden.
Den Aufsehern fehlen die Mittel für ihre Arbeit zum Schutz der Affen. Das Ziel des Projektes ist es, sie zu unterstützen. Die zerstückelten Lebensräumen der Tiere sollen wieder verbunden und die Leute mehr über die wichtige Rolle, welche die Affen in ihrer Umgebung und im gesamten Ökosystem spielen, informiert werden.
Rahel Plüss





