Am Morgen nach dem Orkan ist es am Strand von Borkum fast unwirklich still. Die Nordsee hat sich mit der Ebbe weit zurückgezogen und grollt nun vor der Küste. Der Sand liegt da wie frisch gewaschen und ist an vielen Stellen von dem übersät, was das aufgewühlte Meer in den letzten Stunden an Land geworfen hat. Nach Sturmnächten wie diesen kommt so manches ans Licht, was die See sonst unter ihrer Oberfläche verbirgt.
Was es an diesem Vormittag wohl zu entdecken gibt? Und ob sich alle Geheimnisse so einfach lüften lassen? Denn wer kennt schon eine Tote Seemannshand, wer eine Seemaus – Vertreterin der vielborstigen Ringelwürmer? Wer hier als Urlauber Zeit verbringt, scheitert doch oft schon an der ganz gewöhnlichen Flora und Fauna des Wattenmeeres. Für alle diese Fälle gibt es jetzt den „BeachExplorer“, eine App zur Bestimmungshilfe von Strandfunden – der elektronische Ersatz für einen Rucksack voller Bücher, wie Rainer Borcherding, Mitentwickler der App, sie beschreibt (siehe Interview). Gleich am Strand lässt sich mit dem Smartphone ermitteln, was man gefunden hat, dazu bietet die App Erklärungen und Wissenswertes, um den Fund einzuordnen. Meldet man seine Funde, so werden diese zur wissenschaftlichen Erforschung der Küste gesammelt und ausgewertet.





