Das Wechselspiel zwischen Wasser und Pflanzen, die einerseits das Wasser verbrauchen, andererseits die Erdkrume schützen, führt in trockenen Regionen zu Fleckenmustern, berichten Jost von Hardenberg und Kollegen von der Ben-Gurion-Universität des Negev. In flachem Gelände sind Einzelflecken und Labyrinthe häufig, an Hängen wachsen die Pflanzen eher in parallelen Streifen oder Flecken-Linien, so die Forscher im Fachblatt “Physical Review Letters”.
Aus diesen Zusammenhängen und aus Beobachtungen in Trockenregionen des Mittleren Ostens und Nordafrikas entwickelte Hardenbergs Team ein mathematisches Modell, das den genauen Zusammenhang zwischen Regenfall und Landform mit einbezieht. Das Modell enthält einen Schwellenwert, ab welchem sich Vegetationsflecken bilden können. Ist dieser Schwellenwert unterschritten, kann eine Wüste auch bei reichlichem Regen nicht von selbst wieder erblühen. In solchen Fällen wäre es nötig, beispielsweise das Fruchtbarkeitspotenzial der Region zunächst wieder zu erhöhen, indem man Samen pflanzt. Die Forscher wollen mit ihrem Modell Regionen identifizieren helfen, die von Verwüstung besonders gefährdet sind.





