Dazu – man glaubt es kaum – gehen die Forscher mit den Wölfen sogar an der Leine Gassi. Zweck der Übung: Sie wollen untersuchen, wie Mensch und Tier zusammenarbeiten. Wer entscheidet beispielsweise, wann stehen geblieben wird und wer gibt das Signal zum Weitergehen? Erstaunlicherweise funktioniert die Kooperation zwischen Mensch und Tier recht gut. Allerdings haben Wölfe auch ihren Dickkopf: Wenn sie keine Lust auf einen Spaziergang haben, geht gar nichts, hat Claudia Wolf für das bdw-Oktoberheft herausgefunden.
Ein weiteres Ergebnis der Forschungen ist: Wölfe und Menschen haben mehr Gemeinsamkeiten als man glaubt, beinahe könnte man in einigen Punkten von einer Art Seelenverwandtschaft sprechen. Wölfe kümmern sich etwa liebevoll um ihre Familien, Feinde dagegen bekämpfen sie bis aufs Blut. Die Tiere haben recht “fremdenfeindliche” Gehirne. Entweder man gehört dazu – oder eben nicht. Zudem gibt es auch ökologische Ähnlichkeiten: Genau wie wir Menschen, in den 200.000 Jahren bis zum Anbruch der Jungsteinzeit, leben Wölfe nomadisch, als soziale “Jäger und Sammler” oder sie sind sesshaft.
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