Einen „subfossilen” Wald haben Schweizer Forscher bei Zürich entdeckt. Subfossil heißt: Das Holz ist noch nicht oder nur teilweise versteinert. Das Team um Daniel Nievergelt von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf fand die etwa 200 Kiefernstümpfe durch Zufall im Schlamm auf einer Baustelle. Die Arbeiter hatten sie bereits zum Abfall geworfen.
Weil Jahresringforscher Nievergelt die Bäume für außergewöhnlich hielt, ließ er einige mit der C14-Methode datieren. Dabei stellte sich heraus, dass die Fossilien rund 13 000 Jahre alt sind. Laut Nievergelt haben sie eine weltweit einmalige Qualität. Die Wissenschaftler erhoffen sich von der Untersuchung der Jahresringe im Holz Aussagen über einstige Temperatur- und Niederschlagsschwankungen in der Region sowie Erkenntnisse über Stürme, die dort wüteten.





