Im Februar 2011 hat die Bayer AG in Leverkusen eine Pilotanlage in Betrieb genommen, um ein neues Verfahren (Projektname: „Dream Production”) in technischem Maßstab zu erproben: Das klimaschädliche Abgas Kohlendioxid (CO2) soll als Rohstoff und Erdöl-Ersatz dienen. In einem Reaktor wird CO2 – gewonnen aus den Rauchgasen des RWE-Braunkohlekraftwerks Niederaußem – unter hohem Druck mit einem Epoxid, einer Chemikalie mit hohem Energieinhalt, zur Reaktion gebracht. Dabei entstehen Polyole, eine wasserklare, hochviskose Flüssigkeit. Solche Polyole lassen sich mit Isocyanaten zum Schaumstoff Polyurethan verarbeiten. Dass das reaktionsträge CO2 hierbei überhaupt mitspielt, ist einem innovativen Zink-Katalysator zu verdanken. Er wurde von Bayer-Forschern identifiziert und anschließend zusammen mit dem CAT Catalytic Center weiterentwickelt, einem vom Unternehmen und der RWTH Aachen University gemeinsam betriebenen Forschungslabor.





