Drosophila melanogaster, die Essig-, Tau- oder Fruchtfliege, hat sich um die Wissenschaft verdient gemacht. Vielen Forschergenerationen hat die ?schwarzbäuchige Liebhaberin des Taus?, so die wörtliche Übersetzung ihres Namens, schon als Labortier gedient.
Große Fragen der Biologie konnten mit dem kleinen Wesen beantwortet werden, etwa wie Gene die Entwicklung eines komplexen Organismus aus einer einzigen befruchteten Eizelle vorantreiben. Jetzt ist Drosophila daran beteiligt, das bislang unlösbare Rätsel des Lebens zu lösen: Wie steuern Gene das Verhalten?
Anne von Philipsborn vom Forschungsinstitut für molekulare Pathologie in Wien hat erstmals den Weg vom Gen zur Nervenzelle und von der Nervenzelle zum Verhalten nachvollziehen können ? anhand des Balzverhaltens der Fliegenmännchen. Welche Rolle auch bei diesen kleinen Tieren die Erfahrung spielt, sehen Sie auf zwei Videos auf unseren Multimedia-Seiten.
Mehr zum Schaltplan der Verführung erfahren Sie in der Dezemberausgabe von bild der wissenschaft.
Marion Martin





