Dass Wasser künftig eine der meist umkämpften Ressourcen sein wird – davor warnen Wissenschaftler seit Jahren. Doch nach einer neuen Studie werden die arabischen Staaten noch härter vom Wassermangel betroffen sein als bisher gedacht. Forscher des Arabische Forums für Umwelt und Entwicklung (AFED) in Beirut haben berechnet: Bereits ab 2015 wird die Bevölkerung dort jährlich mit 500 Kubikmeter Wasser pro Kopf auskommen müssen. Das ist weniger als ein Zehntel des weltweiten Durchschnittswerts.
Diese Entwicklung führt das AFED im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurück: das Bevölkerungswachstum in der arabischen Welt und die Reduzierung der Niederschläge durch den Klimawandel. Das Institut geht wegen der zunehmenden Wasserknappheit davon aus, dass die landwirtschaftlichen Erträge um 20 Prozent sinken werden, da in den arabischen Staaten 85 Prozent des Wassers im Agrarbereich verwendet werden, gegenüber durchschnittlichen 70 Prozent weltweit.
Das AFED befürchtet drastische soziale und politische Auswirkungen und fordert deshalb sofortige Gegenmaßnahmen, etwa den Stopp der Wasserverschwendung auf den Golfplätzen.





