Dass ein Goldfund die sozialen Strukturen drastisch verändern kann, erlebte die Mainzer Ethnologin Katja Werthmann selbst hautnah in Burkina Faso.
„Das muss man gesehen HABEN”, sagt Katja Werthmann. Die Ethnologin wollte eigentlich erforschen, wie sich das Dorf Dioumouon in Burkina Faso entwickelt hat, das bei einem Umsiedlungsprogramm 20 Jahre zuvor entstanden war. Doch bei ihrem dritten Besuch traute sie kaum ihren Augen. Neben den Hütten – wo vor Wochen nur Felder und Buschwerk der Tropensonne getrotzt hatten – pulsierte eine Kleinstadt mit über 5000 Bewohnern. Katja Werthmann war mitten in einen Goldrausch geraten. Ihre Forschungen konnte sie vergessen. Anstatt abzureisen, entschloss sie sich kurzerhand zu einem Themenwechsel. Sie studierte das Leben in einer Goldgräbersiedlung – ein gefährliches Vorhaben, denn Gewalt gehört dort zum Alltag. Ihr Mut hat ihr nicht nur eine Habilitationsschrift eingebracht, sondern vermittelt nun auch einen wissenschaftlichen Einblick in ein Phänomen, das voller Mythen und Klischees steckt.
Alles begann 1998. Ein afrikanischer Goldgräber besucht Verwandte in Werthmanns Forschungsdorf und findet goldhaltiges Gestein. Er nimmt einen Brocken mit, um ihn genauer zu untersuchen. Trotz aller Heimlichtuerei bleibt das nicht verborgen. Siid-Madi, ein bulliger brutaler Goldsucher, knöpft sich den Finder vor und lässt erst von ihm ab, als der sein Geheimnis preis gibt. In Windeseile spricht sich der Fundort herum – und dann gibt es kein Halten mehr. Zahllose Glücksritter reisen an. Sie haben Spitzhacke, Schaufel und Hammer im Gepäck. Die alteingesessenen Dorfbewohner beschleicht das mulmige Gefühl, ein Heuschreckenschwarm falle über sie her. Im Nu wächst eine „ Wildwest-Stadt” aus der Savanne, wie Werthmann sagt. Sie bekommt den Namen Sanmatenga, Goldland. Vor allem in den ersten Wochen geht es ruppig zu. In dieser chaotischen Anfangszeit herrscht das Faustrecht. Banditen terrorisieren die Goldsucher und reißen Funde mit Waffengewalt an sich. Erst als die Polizei eingreift und vier Rädelsführer erschießt, ordnen sich die Verhältnisse.
GOLDGRÄBER – IMMER AUF DEM SPRUNG
Sanmatenga ist nicht die einzige Goldgräbersiedlung in Burkina Faso, wenn auch eine der größten. Schon seit Mitte der 1980er-Jahre grassiert das Goldfieber. Immer wieder werden neue Lagerstätten entdeckt, und an jedem Fundort entsteht eine Siedlung. Manche Goldgräbercamps lösen sich schon nach Wochen oder Monaten wieder auf, weil sich die Hoffnungen zerschlagen, andere überdauern einige Jahre. Dann ziehen die Goldgräber weiter. Sie bilden eine mobile Gesellschaft, immer auf dem Sprung. Man kennt sich, trifft immer wieder aufeinander. Viele arme Bauern sind darunter, die nichts zu verlieren haben. Denn der Verdienst in der Landwirtschaft reicht kaum zum Leben. Auch Männer vom Rand der Gesellschaft zieht es in die Anonymität der Minen-Orte, wo niemand nach amtlichen Namen fragt. Viele Goldgräber sind nur unter ihren Spitznamen bekannt – „Messer”, „ Priester” oder „Friseur”. In der Bevölkerung haben die Orte einen schlechten Ruf, sie gelten als gesetzlos und voller Gewalt. „ Menschen der Hügel” werden die Goldsucher genannt – ein Schimpfwort. In den Goldgräbersiedlungen blüht eine Parallelgesellschaft, in der Traditionen und Landessitten nicht gelten. Stattdessen regieren Alkohol, Drogen und Brutalität. Manche Goldgräber verleugnen sich deshalb und erzählen der Verwandtschaft lieber, sie würden im Ausland als Erntehelfer arbeiten. Die Hoffnung, in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen, hält sie bei der Stange. Sie sind süchtig nach dem Kick, wie sie selbst sagen – auch wenn kaum jemand wirklich reich wird. Die meisten Goldsucher geben ihren Verdienst mit vollen Händen wieder aus. Sie kaufen modische Kleidung, Radio und Mofa, laden großzügig Freunde ein oder investieren in eine neue Mine. Wenn sie alles Geld verjubelt haben, gehören sie richtig zu den „ Hügelmenschen”: L’arrivée, die Ankunft, wird dieser bittere Moment im Goldgräberjargon genannt. Vom Goldrausch profitieren letztlich vor allem Händler und Dienstleister. Das war schon im Wilden Westen so. Deutsche Brotbäcker sind damals reich geworden. Und die Blue Jeans, die heute in jedem Kleiderschrank hängt, wurde extra für Goldgräber erfunden.
GLÜCKSRITTER GRABEN SENKRECHT
Als die ersten Lastwagen nach Sanmatenga rollen, müssen die Goldsucher zunächst ihre Claims abstecken. Da es weder ein Register noch eine Behörde gibt, wo man seine Schürfrechte registrieren lassen könnte, machen die Glücksritter ihren Besitzanspruch archaisch geltend: Sie bleiben auf ihrer Parzelle sitzen – oder lassen zumindest ihr Werkzeug dort zurück. So war es schon im Wilden Westen. Die afrikanischen Claims sind überschaubar, die meisten sind nur wenige Quadratmeter groß. Denn in Sanmatenga steckt das Gold nicht in den Ablagerungen eines Flusses, sondern im harten Quarzgestein. Die schmale Goldader erstreckt sich über rund zwei Kilometer Länge und reicht tief hinab. Die Goldsucher arbeiten sich auf ihren winzigen Parzellen senkrecht in die Tiefe, am Ende führen die Schächte zig Meter hinab. Neben der Goldader schießt die neue Kleinstadt aus dem Boden. In ihrem Zentrum, dem „Yaar”, drängen sich Geschäfte, Bars, Restaurants und Videokinos. Hier kann man alles kaufen, was es sonst nur in Städten gibt, von westlicher Kleidung bis zu Elektrogeräten. Der plötzliche Boom verändert das gesamte Umland. In der nahen Provinzhauptstadt Diébougou kommt es zu Versorgungsengpässen. Denn die Händler verkaufen ihre Waren lieber ins Goldgräberlager, wo sie höhere Preise erzielen. Noch gravierender bekommt Werthmanns Forschungsdorf Dioumouon die Veränderungen zu spüren.
GEWALT: JA – ANARCHIE: NEIN
Alle vier Märkte, vor dem Goldrausch beliebte Treffpunkte, lösen sich auf. Die Frauen verkaufen ihre Waren, vor allem Lebensmittel und Bier, jetzt bei den Goldgräbern. Auch andere soziale Aktivitäten schlafen ein. Die Jugendvereine veranstalten keine Tanzabende und keine Fußballspiele mehr. Und kaum jemand besucht noch die Versammlungen der bäuerlichen Kooperative.
Obwohl in Sanmatenga gewalttätige Auseinandersetzungen zum Alltag gehören, herrscht keine Anarchie. Rasch setzen sich stabile Ordnungsstrukturen durch: „Es geht gesitteter zu, als man denkt”, betont die Mainzer Ethnologin – ähnlich wie beim kalifornischen Goldboom 1848/49, als Soziologen sogar eine fast idealtypische Basisdemokratie ausmachten. Letztlich ist jede Gemeinschaft auf einen Regelkodex angewiesen, auch ein wildes Goldgräberlager. Konventionen, die sich in einem Minen-Ort als sinnvoll erweisen, werden zum nächsten mitgenommen. In Burkina Faso sind feste Regeln noch wichtiger als im alten Amerika, weil das Gold im Festgestein steckt. Einzelkämpfer haben hier kaum eine Chance, Arbeitsteilung ist existenziell wichtig. Viele Arbeitsschritte sind nötig, um ans Gold zu kommen. Zunächst müssen die Arbeiter bis zur Ader vordringen und das taube Gestein wegschaffen, dann schlagen sie in der Tiefe große Brocken los, die später grob zerkleinert werden. Anschließend werden die Kiesel in Mörsern zu Gesteinsmehl zerstoßen – das erledigen Frauen, nur vereinzelt beteiligen sich Männer daran. Aus dem Gesteinsmehl wird schließlich mit Rutschen, wie man sie aus Wildwest-Filmen kennt, das Gold extrahiert.
Die Grubenbesitzer – darunter viele Ex-Goldgräber, die zu Geld gekommen sind – gehören zur Elite der Goldgräbergesell- schaft. Sie beschäftigen oft Dutzende Arbeiter: Der Patron versorgt seine Belegschaft mit Lebensmitteln, stellt das Werkzeug und zahlt die Behandlungskosten bei Krankheit oder Unfall. Er beteiligt kranke, arbeitsunfähige Mitarbeiter sogar weiterhin am Gewinn – Lohnfortzahlung in Burkina Faso. Ist die goldhaltige Schicht erreicht, erhält jeder Einzelne nach einem vorher festgelegten Schlüssel einen Anteil vom goldhaltigen Gestein. Die Frauen an den Mörsern bekommen dagegen Bargeld. Die Arbeit in den engen, tiefen Schächten ist nicht nur mühsam, sondern auch gefährlich. Fast täglich kommt es zu Unfällen, manche sind tödlich. Die meisten Goldsucher betäuben ihre Angst mit Alkohol und Drogen. Bevor ihre Schicht beginnt, genehmigen sie sich einen Schluck in der Bar. „Wenn du nicht getrunken hast, fürchtest du den Tod”, sagen sie.
SIID-MADI: Der wichtigste Mann
Der wichtigste Mann ist Siid-Madi, der den Goldrausch losgetreten hatte. Die Goldgräber haben ihn zu ihrem Sprecher gewählt. Siid-Madi verhandelt mit staatlichen Stellen und der ansässigen Bevölkerung, er schlichtet Streitigkeiten und setzt wichtige Entscheidungen durch – eine Art Präsident. Seine Machtposition verdankt er nicht nur seiner Gewalttätigkeit, sondern auch einem Netz von Verbindungen und Seilschaften. Ihm gelingt es immer wieder, von Verkäufern, Schlachtern und anderen Berufsgruppen Geld für kollektive Aufgaben einzu-treiben, etwa um einen Bagger zu mieten, der das Erdreich über der Goldader wegschafft. Auch andere Regeln hat er durchgesetzt. So gilt der Freitag als Ruhetag, an dem niemand arbeiten darf. Und die Dieselmühlen, die das Gestein zerkleinern, müssen ab 19 Uhr ruhen. Sogar die Preise sind weitgehend geregelt.
Sanmatenga ist eine Stadt der Männer. Selbst Verheiratete lassen ihre Ehefrau zu Hause, weil sich ihr Vagabundenleben mit einer Familie nicht vereinbaren lässt. Das Minengelände dürfen nur Männer betreten. Frauen würden das Gold „vertreiben”, heißt es. Im Ort trifft man dagegen etliche Frauen. Sie zerstoßen das Gestein, betreiben Restaurants oder bedienen in Bars, wo sich einige auch prostituieren. Wie die Männer kommen auch die Frauen alleine ins Goldgräberlager. Wer verheiratet ist, riskiert Ärger mit dem Ehemann zu Hause, der die Beschäftigung bei den „ Hügelmenschen” nicht gerne sieht. Manche fliehen vor gesellschaftlichen Zwängen wie einer Zwangsheirat. Andere suchen einen reichen Freund oder einfach das Abenteuer. Bei den Goldgräbern können sich Paare auf offener Straße umarmen oder Händchen halten, was in den Dörfern undenkbar wäre. Doch die Beziehungen sind meist nur kurz und unverbindlich. Die Frauen haben sich in Sanmatenga in einem Verein zusammengeschlossen. Davon versprechen sie sich vor allem eine stärkere Position bei Streitigkeiten mit Kunden, die ihr Hirsebier oder ihr Essen nicht bezahlt haben. Eine Frau hat es sogar zur Minenbesitzerin geschafft.
Trotz aller Strukturen kommt es immer wieder zu handfesten Streitereien. Die Polizei, die schon früh eine Außenstelle in Sanmatenga eingerichtet hat, greift hart durch. Da es kein Gefängnis gibt, binden die Ordnungshüter einen Übeltäter schon einmal an den nächsten Baum, um ihn später in die Provinzhauptstadt zu bringen. Wer es ganz übel treibt, wird von der Goldsucher-Gemeinschaft ausgeschlossen. Um nicht selbst ein Opfer der Gewalt zu werden, wagte sich Katja Werthmann nur in Begleitung einer Vertrauensperson in die Goldgräbersiedlung. Und sie sicherte sich die Unterstützung von Siid-Madi, dem Goldbaron, für ihre Arbeit. So konnte sie sich für ihre Beobachtungen in eine Bar setzen, die Minen besuchen oder in einer ruhigen Ecke Interviews führen.
UNGLÜCK ALS GOTTESSTRAFE
Während der Blütezeit leben in Sanmatenga 10 000 Menschen, das sind so viele wie in der Provinzhauptstadt Diébougou. Doch am 3. November 2001 endet der Boom schlagartig. Mehrere Gruben stürzen ein und ungefähr 50 Goldgräber werden verschüttet. Noch zwei Tage später hören Helfer über Pumpenschläuche Lebenszeichen aus 50 Meter Tiefe. Doch sie finden keinen Weg zu den Opfern. Die meisten Goldsucher sehen in dem Unglück eine göttliche Strafe.
Bergleute neigen überall auf der Welt zu Aberglauben, das ist in Burkina Faso nicht anders. Gold gilt hier als unrein. Außerdem gehört es nicht dem Finder, sondern der geheiligten Erde. Wer es an sich nehmen will, muss der Erde ein Opfer bringen. Für die nötige Zeremonie ist der „Erdherr” zuständig, das spirituelle Oberhaupt eines Dorfes. Die Goldsucher von Sanmatenga wollen dem zuständigen Erdherrn zunächst das geforderte Opfer bringen, lassen es dann aber bleiben. Erdgottheit und Buschgeister, so ihre Befürchtung später, haben sich mit dem Einsturz der Gruben gerächt. Sanmatenga erholt sich von dem Schlag nie mehr. Die meisten Goldgräber ziehen fort, auf der Suche nach neuen Adern. Inzwischen ist der einst betriebsame Ort eine Geisterstadt. ■
Schatzfieber kennt der vielfache bdw-Autor KLAUS JACOB aus eigener Erfahrung – von der Jagd nach Fossilien und Bergkristallen in den Alpen.
von Klaus Jacob
Gold in Deutschland
„Verbinden Sie Abenteuer, Spaß und Goldgräberromantik mit dem Mythos der Nibelungensaga.” So wirbt ein Veranstalter für Goldwaschkurse am Rhein – „mit Fundgarantie”. Goldsuchen ist in Mode, nicht nur am Rhein. An vielen Flüssen werden die Pfannen gerührt. Die Freizeit-Abenteurer können tatsächlich ein wenig Gold finden. Deutschland taucht zwar in den Statistiken der Gold produzierenden Länder nicht mehr auf, doch seit dem Mittelalter wurden hier immerhin rund 100 Tonnen abgebaut.
Die kommerzielle Produktion schlief in den 1980er-Jahren ein.
Doch jetzt bahnt sich eine kleine Renaissance an. Neben den Wildwest-Romantikern gehen auch Unternehmen auf die Suche. Schon seit einigen Jahren fördert das Kieswerk Rheinzabern bei Karlsruhe als Beiprodukt der Kiessandproduktion Gold. Die Betreiber finden keine Nuggets, denn in den Rheinsedimenten stecken nur feinste Partikel, sogenannter Flitter. Der Goldgehalt schwankt zwischen 0,05 und 11 Milligramm pro Tonne Kiessand. Doch das genügt, um jedes Jahr einige Kilogramm herauszuholen. Das Kieswerk verkauft weit über dem Marktpreis – mit einem Rheingold-Zuschlag – an eine ausgewählte Goldschmiede. Der Erfolg macht Schule. Ein halbes Dutzend Unternehmen hat inzwischen Anträge auf den Goldabbau gestellt, sogar an der Elbe oder der Isar.
Der aktuelle Goldpreis spornt zusätzlich an. Sogar im festen Gestein haben sich Prospektoren schon umgeschaut. So hat die Deutsche Rohstoff AG im Oberpfälzer Wald im letzten Jahr ein Vorkommen untersucht. Allerdings haben sich diese Hoffnungen zerschlagen. Während die Förderung von „Seifengold” – also Gold, das im Sediment steckt – in Schwung zu kommen scheint, lohnt der Abbau von „Berggold” in Deutschland nicht.
GOLDMACHEREI
Eine Innovation bereichert diese bild der wissenschaft-Ausgabe. Jeder Käufer erhält seine individuelle Zugangsberechtigung, um sich über das Internet das Hörbuch „Das Handwerk der Goldmacherei – eine kurze Geschichte der Alchemie” herunterzuladen. Dadurch erhalten Sie einen weiteren – fünften – Beitrag zur Titelgeschichte, der Ihnen Einsichten in die Ziele und Methoden der Alchemisten des 16. und 17. Jahrhunderts vermittelt. Autor des Hörbuchs, dessen Inhalt dank neuester Technik „körperlos” zu Ihnen kommt, ist Dierk Suhr. Er ist promovierter Biologe, arbeitet im Verlagswesen und hat bereits mehrere geschichtsbezogene Bücher verfasst.
„Das Handwerk der Goldmacherei” ist völlig neu konzipiert und auf dem Markt noch nicht zu kaufen. Es wurde eigens für bild der wissenschaft von der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (WBG) produziert. Dieser Verlag mit Sitz in Darmstadt gibt pro Jahr etwa 250 Bücher heraus. Rund die Hälfte sind allgemein verständliche Sachbücher mit dem Schwerpunkt auf Geistes- und Geowissenschaften. Bei den anderen Büchern handelt es sich um wissenschaftliche Literatur oder Einführungen für Studenten. Die WBG wurde im Januar 1949 als Selbsthilfe von Akademikern gegründet, um wieder an wissenschaftliche Literatur heranzukommen. Heute ist das primäre Geschäftsmodell dieses Verlages der Medienverkauf an die etwa 140 000 Mitglieder. Sie erhalten die Produkte mit 25-prozentigem Rabatt gegenüber dem Buchhandel. Mehr Informationen unter: www.wbg-wissenverbindet.de
„Das Interesse unserer Mitglieder an Hörbüchern ist in jüngster Zeit stark gewachsen. Deshalb haben wir 2008 den Hörbuchverlag auditorium maximum gekauft und ihn in die WBG integriert”, erklärt Jörn Laakmann, Programmleiter der WBG. In diesem Jahr sollen insgesamt 60 Hörbucher neu erscheinen. Das gesamte Hörbuchprogramm umfasst damit etwa 140 Titel. Die Themenauswahl der Hörbücher liegt in den Händen von Andreas Lehmann. Er ist WBG-Programm-Manager und achtet darauf, ob die angedachten Inhalte allgemein interessieren und – was essenziell ist – erzählerisch dargestellt werden können. Gesprochen werden die Texte von Radioleuten oder Schauspielern. Noch ein Drittes ist wichtig, damit dieses Medium bei den Kunden ankommt: „ Hörbücher sind deutlich kürzer als Buchausgaben und umfassen im Schnitt nicht mehr als 60 000 Zeichen”, erklärt Laakmann. „Das ist nur ein Viertel bis ein Zwölftel der Zeichenmenge in unseren gedruckten Medien.” Wolfgang Hess
Die Inhalte des Hörbuchs
„Das Handwerk der Goldmacherei” geht auf spannende Fragen ein:
Welches Weltbild war das Fundament der Alchemie?
Was hat es mit dem Stein der Weisen auf sich?
Warum versuchten viele Fürstenhöfe, mittels Alchemie Gold herzustellen?
Welchen Gefahren waren Alchemisten bei Hof ausgesetzt?
Welchen Einfluss haben die Alchemisten auf die heutige Wissenschaft?
Mit welchen Tricks wurde Gold hergestellt?
KOMPAKT
· Nur drei Jahre währte das Goldfieber im afrikanischen Dorf Sanmatenga.
· Eine deutsche Ethnologin studierte den Goldrausch – per Zufall.
· Der Initiator entwickelte sich zum mächtigen Mann im Dorf und bestimmte die sozialen Strukturen.





