Trainer könnten schon bald ein neues Hilfsmittel zur Überwachung der Fitness ihrer Sportler auf dem Spielfeld in der Hand haben: Eine Gruppe von Ingenieuren der Universität von Arkansas in Fayetteville hat einen drahtlosen Sensor entwickelt, der die Körpertemperatur eines Sportlers überwacht und diese ständig an einen Computer am Spielfeldrand weiterleitet. Spieler könnten somit rechtzeitig ausgewechselt werden, bevor ihre Temperatur in einen gefährlichen Bereich eintritt und ein Hitzschlag droht.
Hitzschläge stellen insbesondere für Spieler von Kontaktsportarten wie etwa American Fotoball aufgrund der dicht gepackten Schutzanzüge ein beträchtliches Risiko dar. Tom Costello und seine Kollegen bauten daher einen Prototyp ihres Temperatursensors in einen in dieser Sportart gebräuchlichen Helm ein.
Das die Temperatur überwachende Element besteht aus einem so genannten Thermokoppler, der eine Temperaturveränderung in eine elektrische Spannung verwandelt. Derartige Elemente können zum Beispiel durch das einfache Zusammenfügen zweier Halbleiter mit unterschiedlichen Konzentrationen freier Ladungsträger hergestellt werden. In dem Helm drückt dieses Element leicht auf die Hauptschlagader im Kopf des Spielers und überwacht so dessen Temperatur.
Mit handelsüblicher Elektronik können somit ständig Temperaturkurven der Spieler zu einem Computer weitergeleitet werden. Costello betont, dass sein Prototyp derzeit für einen Einsatz in Helmen optimiert sei, um eine frühe Markteinführung zu ermöglichen. Prinzipiell lassen sich die kleinen Sensoren aber auch in andere Kleidungsstücke wie etwa Trikots einbauen, so dass sie auch in anderen Sportarten eingesetzt werden können.
University of Arkansas, Pressemitteilung Stefan Maier





