Der Sauerstoffgehalt in den tropischen Ozeanen ist stark zurückgegangen. Das besagt die Studie eines deutsch-amerikanischen Forscherteams um Lothar Stramma vom Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel (IFM-GEOMAR). Die Wissenschaftler hatten den östlichen Teil des tropischen Pazifiks und den nördlichen Indischen Ozean untersucht. Als sie ihre Messungen mit Daten aus den vergangenen 50 Jahren verglichen, stellten sie fest, dass der Sauerstoffgehalt in diesem Zeitraum teilweise um über 15 Prozent gesunken ist.
Stramma führt diese Entwicklung auf den Klimawandel zurück. Durch die Erwärmung der oberen Ozeanschichten werde die Durchmischung mit den kälteren unteren Schichten, die sauerstoffreicher sind, verlangsamt. Die Forscher befürchten gravierende Auswirkungen auf das Ökosystem, da in sauerstoffarmen Regionen zum Beispiel kaum Plankton gedeiht, von dem sich viele Fische ernähren.





