Goldhamster, die in der freien Natur leben, sind meist tagaktiv – im Gegensatz zu ihren Artgenossen, die in Käfigen gehalten werden. Das haben Wissenschaftler um die US-Verhaltensforscherin Elsbeth McPhee von der Cornell University in Ithaca und den inzwischen verstorbenen Biologen Rolf Gattermann von der Universität Halle herausgefunden. Sie hatten im Süden der Türkei zwölf Goldhamsterweibchen beobachtet und entdeckt, dass die Tiere vor allem in den frühen Morgenstunden, am späten Nachmittag und am frühen Abend die größte Aktivität zeigten. Die Forscher führen dieses Verhalten darauf zurück, dass frei lebende Goldhamster (Mesocricetus auratus) nachts durch Fressfeinde besonders gefährdet sind und sich deshalb lieber im schützenden Bau aufhalten.
Die neuen Erkenntnisse bereiten jetzt etlichen Forschern Kopfzerbrechen. Weil man angenommen hatte, dass die Nager ausschließlich nachtaktiv sind, galten sie als ideale Modellorganismen zur Erforschung der inneren Uhr.





