Der Atlantik, jene unermessliche Wassermasse zwischen Europa und Amerika, hat im Laufe der Zeiten schon vieles erlebt: Hier fanden abenteuerliche Entdeckungsfahrten statt, es kam zu schrecklichen Schiffskatastrophen, und das Meer war der Tummelplatz von Sklavenhändlern, Piraten und Walfängern. Inzwischen ist der Atlantik vor allem zu einem Wirtschaftsraum geworden.
Der britische Journalist Simon Winchester, Autor mehrerer erfolgreicher Sachbücher, konzentriert sich auf die Bedeutung des Atlantiks für den Menschen: Er erzählt, wie sich die Minoer vor mehr als 3000 Jahren als Erste in die bedrohlichen Gewässer jenseits der Säulen des Herkules hinauswagten, berichtet von der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, der nicht begriff, dass er einen neuen Kontinent gefunden hatte. Er schildert das Zeitalter der Piraten im 17. Jahrhundert, die Reisen der Sklavenhändler von Afrika nach Amerika, schlägt einen Bogen von der Schlacht von Trafalgar zum U-Boot-Krieg im 20. Jahrhundert und berichtet, wie das erste Transatlantikkabel verlegt wurde. Winchester präsentiert ein Gemisch aus wissenschaftlichen Fakten, historischen Anekdoten und persönlichen Erinnerungen. Um den Zauber des grauen Ozeans bei einem Urlaub am Meer oder auf einer langen Seereise heraufzubeschwören, ist dieses Buch genau das Richtige. Ute Kehse
Simon Winchester DER ATLANTIK Albrecht Knaus, München 2012 527 S., € 29,90 ISBN 978–3–8135–0431–6 E-Book für € 23,99 ISBN 978–3–6 41–08163–8





