Rückenschmerzen sind für einen Großteil der Krankheitstage in Deutschland verantwortlich. Hochgerechnet rund 40 Millionen Fehltage gehen pro Jahr auf ihr Konto. Und wer glaubt, das Leiden sei immer noch eine Alterskrankheit, der irrt sich gewaltig. Immer mehr jüngere Menschen sind inzwischen betroffen, sogar Kinder. Für die Patienten gestaltet sich die Suche nach Linderung nicht selten zu einer wahren Odyssee – so wie für bdw-Autor Frederik Jötten. Ihn quälten ebenfalls schlimme Rückenschmerzen. Jahrelang hetzte er von Arzt zu Arzt und versuchte, die richtige Therapie zu finden. Am Ende fand er sie tatsächlich. Jöttens Geschichte ist eine lesenswerte Erfolgstory, die Hoffnung macht.
Nicht gleich operieren
Doch woher rührt die Zunahme von Rückenschmerzen in allen Teilen der Bevölkerung? Möglicherweise spielt Bewegungsmangel eine Rolle. Doch Experten wie der Münchner Schmerztherapeut Dominik Irnich meint: Die wahrscheinlichere Hauptursache für die Häufung von Rückenschmerzen seien Leistungsdruck, Überlastung im Alltag und mangelnder “Rückhalt”. Irnich warnt daher ausdrücklich vor vorschnellen Operationen.
Und noch ein weiterer Aspekt könnte eine Rolle spielen: Evolutionsbiologen vermuten, dass Rückenschmerzen möglicherweise der hohe Preis sind, den Homo sapiens für den aufrechten Gang zahlt.
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Das neue Heft von bild der wissenschaft erscheint am Dienstag, den 17. Februar 2015.





