Coole Typen haben ein schlechtes Gedächtnis. Wer versuche, seine Gefühle zu verbergen, könne sich später an viele Details eines Geschehen nicht mehr erinnern, berichten amerikanische Psychologen im Fachmagazin “Journal of Personality and Social Psychology”. Die Dinge positiv oder sachlich zu betrachten schade dem Gedächtnis dagegen nicht.
Die Psychologen Jane Richards und James Gross von der Universität Stanford zeigten Probanden Bilder von schwer verwundeten Männern und schilderten dazu deren Lebenslauf. Die einen Studienteilnehmer mussten während der Diashow versuchen, ihre Mimik und Gestik einzufrieren. Andere dagegen sollten sich die Bilder “wie Mediziner” betrachten. Eine dritte Gruppe durfte sich den schrecklichen Bildern mit allen Gefühlen hingeben.
In den Befragungen danach konnten sich die Coolen am schlechtesten an das Gesehene erinnern. Die “Mediziner” aber schnitten bei den Gedächtnistests mindestens genauso gut ab wie die Probanden, die ihre Gefühle ausleben konnten. Die fachliche Betrachtung schärfte sogar das Gedächtnis für das Gesehene leicht. Wer seine Gefühle versachlicht, erinnert sich besser jene, die Gefühle ganz unterbinden wollen, folgern die Forscher.
ddp/bdw – Marcel Falk





