Sie fanden heraus, dass die Tiere Anfang und Ende des Rufes nur dann als den Erkennungsruf wahrnehmen, wenn die Lücke zwischen den Teilstücken mit einem Geräusch gefüllt ist. Spielten die Forscher lediglich Anfang und Ende des Rufs mit einer Pause dazwischen ab, erhielten sie keine Antwort. Das mache auch Sinn, sagen die Wissenschaftler: In der Natur kann der Ruf zwar durch andere Geräusche gestört werden, nicht jedoch durch Stille unterbrochen werden.
Lautes Stimmengewirr auf einer Party erschwert zwar die Verständigung. Dennoch ist eine Unterhaltung möglich, da das Gehirn wahrgenommene Gesprächsfetzen zu sinnvollen Worten verbindet. Dieses “Cocktailparty-Phänomen” haben amerikanische Forscher jetzt auch bei südamerikanischen Affen beobachtet, berichten sie im Fachmagazin “Nature Neuroscience” (Ausg. 4, Nr. 8, S. 783f.).
Für ihre Versuche haben Marc D. Hauser und seine Kollegen den Erkennungsruf genutzt, mit dem Tamarinen ihre Gruppe finden. Die Wissenschaftler wollten wissen, ob die kleinen Äffchen, die im Regenwald am Amazonas leben, Teilstücke des Geräusches noch in einen Zusammenhang bringen und dem vermeintlichen Artgenossen Antwort geben.
Cornelia Pfaff





