Chinesische Forscher haben Dutzende von menschlichen Embryonen geklont. Die Embryonen hätten sich erstmals weit genug entwickelt, um aus ihnen Stammzellen gewinnen zu können, sagten die Forscher von der Medizinischen Hochschule Xiangya dem Wissenschaftsmagazin “New Scientist”.
Bis zu einem Stadium mit insgesamt 200 Körperzellen seien die geklonten Embryonen herangewachsen, gaben die Mediziner um Lu Guangxiu bekannt. Daraus hätten sie mehrere Kulturen von embryonalen Stammzellen gezüchtet, die sich theoretisch zu allen Zellen des Körpers weiterentwickeln können. Mit dem Verfahren möchten die Forscher in Zukunft für Transplantationspatienten körpereigenes Ersatzgewebe herstellen.
Erst kürzlich haben amerikanische Forscher von der Firma “Advanced Cell Technologies” (ACT) erstmals das Klonen von menschlichen Embryonen in einer Fachzeitschrift publiziert. Die Klone starben aber nach wenigen Zellteilungen ab, lange bevor sich daraus Stammzellen gewinnen ließen. Den Vorsprung der chinesischen Forscher überrascht den ACT-Forscher Robert Lanza nicht. Das Team um Guangxiu arbeite an einer Fortpflanzungsklinik und habe daher leichten Zugang zu unbefruchteten Eizellen, die für das Klonen nötig sind. US-Forscher hätten demgegenüber mit starken Einschränkungen zu kämpfen, klagt Lanza.
In Deutschland ist das Klonen von Menschen dagegen verboten und nur die Einfuhr von bereits bestehenden Stammzelllinien soll unter strengen Auflagen erlaubt werden.
ddp/bdw – Marcel Falk





