Frauen mit Brustimplantaten haben kein erhöhtes Risiko, bestimmte Bindegewebekrankheiten zu bekommen. Das belegt eine dänische Studie vom Institut of Cancer Epidemiology in Kopenhagen. Implantate aus Silikon, Salzlösung und anderen Materialien werden vom körpereigenen Abwehrsystem nicht angegriffen, erläutert der Leiter der Studie Dr. Kim Kjoller in den Archives of Internal Medicine.
Künstliche Implantate in den Brüsten haben die gleichen Folgen wie andere Schönheitsoperationen, erklärt Dr. Kjoller. “Es kann zu Schmerzen in den Muskeln und im Bindegewebe kommen.” Ein Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und bestimmten Immunstörugen wie rheumatoider Arthritis, Lupus-Hauterkrankungen und systemischer Sklerose wurde jedoch nicht festgestellt. Bei diesen speziellen Erkrankungen handelt es sich um Autoimmunkrankheiten, d.h. das körpereigene Abwehrsystem greift den eigenen Körper an. Es kommt zu Entzündungen in der Haut und im Bindegewebe.
Künstliche Implantate können zu Komplikationen wie Infektionen führen. Es kann sich Narbengewebe um die Brüste bilden oder das Implantat kann kaputt gehen. Ein Zusammenhang mit Krankheiten wie der systemischen Sklerose und anderen Bindegewebeerkrankungen wurde aber nicht festgestellt, erklärt das Team von Dr. Kjoller.
Dr. Leyla Schmidt





